Amon Amarth - The Crusher (Re-Release) - Cover
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Amon Amarth The Crusher (Re-Release)


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 100 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach der Umbenennung von der Grindcore zockenden Truppe Scum zu Amon Amarth (1992), den zwei Mini-Alben „The arrival of the Fimbul winter“ (1994) und „Sorrow throughout the nine worlds“ (1996), von denen ersteres nicht einmal regulär bei einem Label erschienen ist, sondern aus eigener Tasche finanziert wurde, ging es für Amon Amarth mit ihrem Metal Blade-Einstand „Once sent from the golden hall“ (02/1998) erst so richtig los. Das anschließende „The avenger“ (09/1999) setzte den recht simplen, aber effektiven Sound des Debüts fort und baute ihn weiter aus, was in gleichen Teilen für den Nachfolger „The crusher“ (02/2001) gilt. Jedenfalls sind darauf schon einige der Trademarks des Fünfers, bestehend aus Johan Hegg (Gesang), Johan Söderberg (Gitarre), Olavi Mikkonen (Gitarre), Ted Lundström (Bass) und Fredrik Andersson (Schlagzeug), zu hören, die sieben Jahre später nach erneuter Verfeinerung in ihr kommerziell erfolgreichstes Album „Twilight of the thunder god“ (09/2008) gipfelten, das sogar Platz 50 der amerikanischen Billboard Charts enterte.

Zeit also für ihr Stammlabel die Vergangenheit noch einmal Revue passieren zu lassen und Neuauflagen der ersten vier Amon Amarth-Scheiben auf den Markt zu werfen. Wie schon bei den ersten beiden Wiederveröffentlichungen von „Once sent from the golden hall“ (02/2009) und „The avenger“ (05/2009) handelt es sich dabei um ein hübsches Digipack mit stark erweitertem Booklet, das ausführliche Statements der Band zur jeweiligen Platte und den einzelnen Tracks, eine Bonus CD und natürlich die remasterte Version des Originalalbums beinhaltet. Im Vergleich zu den bescheidenen Aufnahmemöglichkeiten des Debüts und der damit durchaus lohnenden Anschaffung des aufgebesserten Re-Releases, ist „The crusher“ das gleiche Urteil wie „The avenger“ beschieden, da im minimal ausgeglicheneren Klangbild (die Höhen wurden etwas zurückgeschraubt und der Sound klingt allgemein eine Spur voller) keine derartig gravierenden Unterschiede liegen, dass ein Neukauf vonnöten wäre.

Was die Qualität der Songs anbelangt, so haben Amon Amarth ihre ungezügelte Sturm- und Drangperiode teilweise hinter sich gelassen und legen größeren Wert auf ausgewogene Kompositionen, was nicht nur in eine längere Halbwertszeit gipfelt, sondern auch in durchgehend stimmungsvolles Schlachtengetümmel, das neben dem einen oder anderen Brecher („Bastards of a lying breed“, „The sound of eight hooves“, „A fury divine“, „Releasing Surtur´s fire“) auch mit heruntergeschraubter Drehzahl („Risen from the sea, „As long as the raven flies“, „Annihilation of Hammerfest“) eine gute Figur macht. Einzig und allein das Possessed-Cover „Eyes of horror“, welches sich neben durchschnittlicher Tonqualität, die auch bei der Neubearbeitung kaum verbessert wurde, zu stark von den eigenen Kompositionen abhebt, fällt negativ auf. Das Fazit für den Re-Release von „The crusher“ bleibt also wie beim Vorgänger: Wer keine Probleme mit der leicht höhenlastigen Abmischung des Originals hatte und der beiliegenden Live-CD (alle Stücke des Albums aufgenommen am 29.Dezember 2008 bei der „Bloodshed over Bochum“-Konzertreihe) kaum etwas abgewinnen kann, bleibt aufgrund sonstiger fehlender Extras auch mit seiner Version glücklich. Neueinsteiger sollten jedoch ohne zu zögern zugreifen!

Anspieltipps:

  • Masters Of War
  • Risen From The Sea
  • Releasing Surtur´s Fire

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