Dominic Miller - November - Cover
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Dominic Miller November


  • Label: Q-Rious Music/EDEL
  • Laufzeit: 47 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Der elfte Monat bietet elf Stücke stimmungsvoller Klangerlebnisse und atmosphärischer Ausdrucksformen.

Diesen Musiker haben schon viele gehört. Sein Gitarrenspiel ist berühmt, den Klang seines Instruments hört man aus einer Menge Aufnahmen heraus. Beispiel: „Another Day In Paradise“ von Phil Collins. Als Sting-Gitarrist hat sich Dominic Miller einen erstklassigen Namen und Ruf erarbeitet. Seit 1991 ist er Mitglied der Formation des Ex-Police Bassisten und Sängers, spielt auf Tour oder im Studio an seiner, aber auch an der Seite vieler bekannter Stars.

1995 trat der gebürtige Argentinier aus seinem eigenen Schatten als vielgebuchter Sideman erstmals heraus und lieferte mit „First Touch“ sein Solo-Debüt an der akustischen Gitarre ab. 15 Jahre später liegt nun die neunte CD des Ausnahme-Gitarristen vor. Mit „November“ überrascht Dominic Miller nicht nur die Fachwelt. Fernab von akustischen Klangwelten meldet er sich nun untypisch elektronisch zurück. Doch so ungewöhnlich hört sich das komplette Werk dann doch nicht an, da Dominic Miller im elektronischen Bereich, also an der elektrischen Gitarre und entsprechenden Effekten, an der Seite illustrer Künstler nun auch schon reiche Erfahrung sammeln konnte.

Es ist die musikalische Richtung, die Miller nach 15 Jahren und acht Solo-CD-Veröffentlichungen neu hinterfragte und die nun die Hörgewohnheiten sprengen. Nachdem er seine musikalische Neigung neu ordnete und organisierte, gab er sich freien Raum zum Improvisieren in innovativen Gefilden. Und die tendieren zwischen Fusion, Klassik, Pop, Rock und Jazz. „November“ - ein spontanes, stimmungsvolles und äußerst ideenreiches Instrumentalalbum.

Neben Dominic Miller standen weitere Musikerpersönlichkeiten im Studio – Mark King (Level 42) am Bass, Ian Thomas (Eric Clapton, Paul McCartney) am Schlagzeug, Mike Lindup (Level 42) und Jason Rebello (Sting) an den Keyboards, Yaron Herman am Klavier, Dave Heath an der Flöte und Stan Sulzmann (NDR Big Band) am Saxophon. Diese Zusammensetzung verspricht eine musikalische Delikatesse. Das Versprechen hält! Ein Hochgenuss an erstklassigen instrumentalen Fusion Stücken. Mit Bravour eingespielt und zu Gehör gebracht. Dafür steht jeder Musiker mit seinem vorzüglichen Namen. Aber auch die gelungenen Kompositionen machen Spaß, da sie ein weites Spektrum abdecken und vor überraschenden Wendungen aufblühen und leben.

Mal rockt es mit „Ripped Nylon“, mal fällt der Hörer in meditative Sinne mit „Still“, dann wiederum wird es hörbar poppig mit „Solent“, klassisch mit „Chanson II“, verspielt mit „Gut Feeling“ und funkig mit „Sharp Object“. Abwechslung pur. Der elfte Monat bietet elf Stücke stimmungsvoller Klangerlebnisse und atmosphärischer Ausdrucksformen.

Anspieltipps:

  • w3
  • Jripped Nylon
  • Sharp Object
  • November

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