Creature With The Atom Brain - Transylvania - Cover
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Creature With The Atom Brain Transylvania


  • Label: The End Records
  • Laufzeit: 50 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Kratzbürstig, unkonventionell und dem Rock’n’Roll verfallen: Creature With The Atom Brain. Denkt man an Belgien, fällt einem sonst nur der Name dEUS ein, aber das soll sich mit dem dritten Album der Band mit dem merkwürdigen Namen ändern. Die psychedelische Antwort auf die Prog-Opas soll hiermit gegeben sein. Ein großes Stück Arbeit und wohl auch Anmerkungen, die man getrost bei Seite legen kann, denn wie man dank Bauernschläue lernt, sollte man Äpfel nun mal nicht mit Birnen vergleichen.

Die heimische Presse ist jedenfalls mehr als angetan von der Retro-Combo. Warum fragt man sich nur, wenn das Album dann aus der Anlage klingt. „I Rise The Moon“ klingt, als hätten Wolfmother vergessen, den Stecker einzustöpseln. Es stellt sich zwar schnell heraus, dass der langsame Touch gewollt ist, aber so richtig zünden will das Knarren und Knarzen auch nicht. Vielleicht ist es auch nur Geschmackssache. So wurde auch eine Band wie The Dead Weather mit geteilter Kritik aufgenommen. Anspielungen und Tribut an die Vergangenheit sind nun mal nicht alles. Besonders in Hinsicht auf die ewig nölenden Stimmen der Sänger, fängt der Psycho-Trip im negaztiven Sinne schnell an zu wirken.

Es gibt zwar ein paar instrumentelle Highlights, wie den Titeltrack oder das nicht ganz so nervige „Lonely Night“. Dazu gesellt sich noch ein „Sound Of Confusion“ und das war es dann auch schon. So viel unterklassiger Gesang zerstört die meisten Klangbilder, die sich sowieso zu sehr ähneln. Bei aller Liebe, die für die 70er noch vorhanden ist. So abwechslungsarm darf ein Album nur aufgrund der alten Liebe nicht klingen. Kein Riff für das man sterben möchte und neben einigen Funken, ist von Feuer weit und breit nichts zu sehen.

Es lohnt leider nicht, auf einzelne Lieder einzugehen, denn letzten Endes, ist das Prinzip schon verboten gleich, dass sich manche Stücke kaum auseinander halten lassen. Wabernde Gitarren, schlechter Gesang, der die Atmosphäre kaputt macht, anstatt sie zu vollenden und Schlagzeug, das mit der Aufgabe bedacht ist, jeden stillen Moment mit Geräuschen zu füllen. So einfach geht es dann auch nicht. Eine Richtung einschlagen ist eine Sache, aber dieselbe Idee dann ständig und immer gleich zu wiederholen sorgt bei aller Spielfreude für schnelle Trauer unter den Hörenden.

Anspieltipps:

  • Transylvania
  • Lonely Night
  • Sound Of Confusion

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