Helloween - Unarmed: Best Of 25th Anniversary - Cover
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Helloween Unarmed: Best Of 25th Anniversary


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 59 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

„Best Of 25th Anniversary – Unarmed“. Ein Blick auf die Tracklist macht klar: Alles klar. Ein Best Of, als Lückenfüller – könnte man glauben. Aber nein, nicht ganz! Deutschlands Vorzeige-Kürbisköpfe und Metal-Exportschlager machen es sich tatsächlich nicht so einfach. Zwar vereinigt die vorliegende Scheibe elf unsterbliche Klassiker aus der bisherigen Bandgeschichten – allerdings in komplett neuem und durchgängig erstaunlich mutigem Soundgewand.

So wird die Hymne „Dr. Stein“ zu einer munteren Ska-Nummer, in der sogar Bläser dominieren. Auch das anschließende „Future World“ funktioniert als halb-akustische Version zwar nicht ganz so auffällig wie der Opener, macht aber immer noch mächtig Laune. Ähnliches gilt für „Perfect Gentleman“ und „I Want Out“. Vor allem letzteres ist mit selbstironischen Kinderchören ein wirklich witziges Experiment! Nicht ganz so große Begeisterungsstürme rufen „Where The Rain Grows“ und die neue, reduzierte Version von „Eagle Fly Free“ hervor, die insgesamt an die Originale schlicht und ergreifend nicht heran reichen. Ein echter Schuss in den Ofen dagegen ist das pseudo-moderne „Fallen To Pieces“ mit Möchtegern-Lounge-Feeling. Auch das abschließende „A Tale That Wasn't Right“ hätte man sich gut und gern sparen können, das mit jeder Menge Orchester-Kitsch
zu keiner Zeit die Atmosphäre des Originals atmet.

All diese erwähnten Ausfälle verzeiht man aber gern beim Hören der unverständlicherweise in der Mitte des Albums platzierten „Keeper's Trilogy“. Das 15 Minütige Bombast-Werk entpuppt sich als Medley der legendären Songs „Halloween“, „Keeper Of The 7 Keys“ und „The King Of A Thousand Years“ (jeweils entnommen von den „Keeper Of The 7 Keys“ Alben 1-3) mit grandioser Begleitung vom Prager Symphonie Orchester, samt Chor. Fern ab von ihren heimischen Gefilden zeigen die Herren von Helloween, wie Symphonic-Metal wirklich funktioniert!

Somit ist „Unarmed“ alles in allem eine unerwartet frische und insgesamt überzeugende Retroperspektive mit kleineren Schwächen geworden. Auch der noch immer viel gescholtene Frontmann Andi Deris zeigt seine allerbeste Seite (mit Ausnahme der schwachen Leistung bei „A Tale That Wasn't Right“. Sakrileg!). Für Fans ein Pflichtkauf und für Neueinsteiger mehr als nur einen Blick wert!

Anspieltipps:

  • Dr. Stein
  • The Keeper's Trilogy
  • I Want Out

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