The Beggars - Desert Flower - Cover
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The Beggars Desert Flower


  • Label: Rockola/New Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

In den ersten Veröffentlichungswochen eines neuen Jahres ist in aller Regel nicht viel los. Die Plattenfirmen befinden sich überwiegend noch im Winterschlaf und schicken nur eine kleine Anzahl neuer „Releases“ ins Rennen. Wirklich wichtige Titel sind dabei Mangelware, so dass es die Kapazitäten der Medienpartner durchaus hergeben, ein paar Scheiben aus der (Sorry!) dritten oder vierten Relevanz-Liga zu besprechen. Ab und zu tun sich dabei ein paar echte Perlen hervor und andere Platten haben wiederum das Glück, in den Soundchecks der Print-Musikmagazine ganz oben aufzutauchen, weil es die schwache Konkurrenz zulässt.

Das zweite Studioalbum von Renee Donaghey (Gesang, Gitarre), Quinton Dunne (Gesang, Kontrabass) und Stuart Day (Gesang, Mundharmonika, Geige, etc.) aus dem australischen Adelaide passt exakt in die beschriebene Januar/Winterschlaf-Nische, denn in den turbulenten Veröffentlichungsmonaten des Jahres würde ein dezentes Werk wie „Desert Flower“ hoffnungslos untergehen.

Das im Jahr 2006 gegründete Trio aus Down Under serviert auf „Desert Flower“ 15 akustische Country- und Folksongs, die durch ihre Einfachheit und einen himmlisch warmen Klang (insbesondere des Kontrabasses) bestechen. Simple, aber schöne Melodien, darunter auch ein paar Coverversionen („If I could only win your love”, „Wildwood flower“, „I’ll never find another you“), gepaart mit feinem Harmoniegesang und einer erdigen und vor allem handgemachten Instrumentierung – das sind die schlichten und dennoch vollkommen ausreichenden Zutaten für ein unspektakuläres Album, das sich wie sein Namensgeber, die Wüstenblume, als zerbrechlich-schönes Geschöpf in einer rauen und schweren Umgebung durchsetzen muss.

Das bekommt „Desert Flower“ mit leichten Abstrichen hin. Nur an einigen Stellen hätte das Zweitwerk der Beggars ruhig etwas mehr Schmackes vertragen können, um etwas von seiner unbestreitbar vorhandenen Harmlosigkeit abstreifen zu können.

Anspieltipps:

  • Carolina
  • Forgiveness
  • East of the moon
  • That sweet old song
  • I’ll never find another you

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