Westlife - Where We Are - Cover
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Westlife Where We Are


  • Label: RCA/Sony Music
  • Laufzeit: 52 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Die irische Band Westlife begann Ende der 90er Jahre als Boygroup und mittlerweile ist sie eine erwachsene Pop-Combo, die vor allem für ihre Balladen bekannt ist. Drei Jahre nach dem letzten Streich „Back Home“ kommt nun „Where We Are“. Ein Album, das eigentlich wie immer bei Westlife von einer Schar von Produzenten und diesmal meist amerikanischen Songschreibern geschaffen wurde. Nicky Byrne, Mark Feehily, Kian Egan und Shane Filan geben „nur“ ihre Stimme und natürlich die Emotionen dazu. Bei „Reach out“ komponierte Feehily zwar mit, aber das war es dann mit der Innovation.

In Sachen „Where We Are“ ist enttäuscht festzustellen: Bis auf den Titelsong klingen sämtliche Stücke austauschbar und fad. Eine Ballade reiht sich an die nächste und Songschreiber wie Ryan Tedder, der anscheinend jede Minute einen neuen gleich klingenden Song komponieren kann, wagen keine Experimente und setzen auf die Stimm- und Gefühlsgewalt der smarten Sänger. Nach dem Opener „What about now“, den zwei Mitglieder von Evanescence für das Debütalbum von Daughtry schrieben, denkt man auch, dass eine Powerballade wie diese, auch wenn es nur ein Cover ist, kaum perfekter und eingängiger sein kann, doch im Laufe der CD wird dieses Niveau nicht mehr erreicht. Es wird immer ruhiger und sanfter, so dass der Hörer in Gefahr gerät, von den Herz-Schmerz-Songs erdrückt zu werden oder auch sanft zu entschlummern.

„Shadows“ war eigentlich von Tedder für die Backstreet Boys vorgesehen, aber als auch der Song für Leona Lewis nicht passte, durften nun Westlife das Schmuselied nehmen: Durch ein Piano angetrieben, geben Westlife stimmlich alles und entführen in ihre Welt des Kuschelpopnummern, die ihnen so schnell keiner nachmacht. Wenn man in der entsprechenden Kuschelstimmung oder eben Fan der Gruppe ist, gehören Westlife sicher in die erste Liga des Kuschelpop, doch richtig Neues bringen sie leider nicht ein. Dafür kopieren sich einfach selbst, was ja auch eine anerkannte Methode ist. Gleichwohl ist durch die ausschließlich sanfte Ausrichtung des Albums schnell Langeweile vorprogrammiert, da die Songs trotz guter Gesangsleistungen auf die Dauer nur so dahinplätschern.

Anspieltipps:

  • What About Now
  • Shadows
  • Where we are

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