Bone Thugs-N-Harmony - Uni5 The Prequel: The Untold Story - Cover
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Bone Thugs-N-Harmony Uni5 The Prequel: The Untold Story


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 73 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Jungs von Bone Thugs-N-Harmony zählen zu den Urgesteinen der amerikanischen HipHop/Rap-Szene. Sie begannen Anfang der 90er Jahre, stark von den Old-School-Rappern der 80er Jahre wie N.W.A., Run DMC, Grandmaster Flash, Ice-T und LL Cool J beeinflusst, und hatten eine große Karriere vor sich, da ihre Art von HipHop/Rap als äußerst mainstreamtauglich einzuschätzen war. Doch bandinterne Krisen und kleine Skandälchen verhinderten einen nachhaltigen Erfolg.

Zuletzt hielten sich Bone Thugs-N-Harmony zu dritt über Wasser, weil Bandmitglied Flesh-N-Bone bis Juli 2008 im Gefängnis saß und Bizzy Bone wegen eines Streits mit Krayzie Bone die Gruppe verlassen hatte. Inzwischen sind die fünf Jungs aber wiedervereint und die Rap-Welt wartet auf ihr Reunion-Album „Uni5: The World's Enemy“, das im Frühjahr 2010 erscheinen soll. Doch bis es soweit ist, gibt es noch einen Blick zurück auf die Anfänge der Rapper aus Cleveland, Ohio. Mit dem Film „Uni5 The Prequel: The Untold Story” wird die ganze Story von Krayzie Bone, Bizzy Bone, Wish Bone, Layzie Bone und Flesh N Bone erstmals für die Öffentlichkeit aufgerollt.

Als DVD ist der Film der Hauptbestandteil von „Uni5 The Prequel: The Untold Story”. Er zeigt in knapp 65 Minuten Spielzeit eine blutjunge Band, die aus vermeintlich harten Jungs besteht, die sich mit wachsendem Erfolgsdruck, falschen Freunden und internen Problemen herumschlagen müssen. Das Filmmaterial galt als verschollen. Die zufällige Wiederentdeckung ist ein echtes Schätzchen für Rapfans.

Als begleitendes Material liegt der DVD eine 16 Tracks umfassende CD bei, die alte und bis dato unveröffentlichte Songs beinhaltet. Die Stücke wurden von Top-Leuten wie Scott Storch, Swizz Beatz, Kanye West oder Timbaland produziert und präsentieren hochkarätige Gäste wie The Notorious B.I.G., Kelly Rowland, Kanye West, Will.I.Am, Chamillionaire, Fat Joe und Mariah Carey. Daraus ergibt sich eine Mischung aus Old-School-Bangern („Nuff respect“, „Take it to the streets“, „We workin’“) und etwas seichteren Tracks aus der R&B-Ecke, die aber gut zum souligen Rapflow der Jungs passen („Your luv is so crazy“, „Breakdown“).

Stellvertretend für den berühmten Bone-Thugs-N-Harmony-Style stehen besonders Songs wie „Summer luv“, „The originators“, „Tha OG’s“ und „Wuz up world“, die mit ihren eingängigen Strukturen deutlich machen, was dem heutigen HipHop fehlt: Nur auf Gangsta zu machen und mit seinem Bling Bling prahlen reicht nicht. Denn Image allein macht keine Musik. Oder warum kann man einen 50 Cent heute nicht mehr ernst nehmen?

Anspieltipps:

  • Tha OG’s
  • Summer luv
  • We workin’
  • Toast 2 that
  • I ain’t goin’ nowhere
  • Com’mon com’mon (get it crackin’)

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