Dark Illusion - Where The Eagles Fly - Cover
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Dark Illusion Where The Eagles Fly


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Band, die nach ihrer Gründung 1982 nicht mehr als eine Hand voll Demos zustande gebracht hat und nach ein paar Jahren wieder im Nirvana verschwunden ist, sollte heutzutage eigentlich kaum jemand kennen. Bei Dark Illusion könnte diese Annahme auch ohne weiteres zutreffen, doch weil mit dem extrem verspäteten Debüt „Beyond the shadows“ (10/2005) nach der Reunion 2003 ein richtig starkes Stück melodischen Metals herausgekommen ist, sind derartige Randnotizen letztendlich vernachlässigbar und die Zeitrechnung für Thomas Vikström (Gesang), Tomas Hultqvist (Gitarre), Niklas Tengblad (Gitarre), Pontus Egberg (Bass) und Jonas Östman (Schlagzeug) beginnt eben erst im 21.Jahrhundert.

Fans von klassischen Hardrock- und Heavy Metal-Strukturen dürfen jedenfalls schon mal mit den Ohren schlackern, denn mit dem Nachfolger „Where the eagles fly“ liefern die Stockholmer erneut eine makellose Scheibe ab, die keine modernen Zugeständnisse macht und stur den Geist der 80er Jahre aufleben lässt. Mit positiven als auch einigen negativen Aspekten. Da wären nämlich zum einen die allseits bekannten Strukturen, Abläufe und Harmonien, die jeglichen Innovationen trotzen und beherzt den Mittelfinger zeigen, während zum anderen Songschreiber und Gitarrist Hultqvist ein paar sehr eingängige Stücke verfasst hat, in denen diese Mankos kaum zu Buche schlagen, da der Schwede wie viele seiner Landsmänner es einfach versteht das Beste aus einem Song herauszuholen.

Egal ob das nun bedeutet zu den flotten Tracks „Dark journey“ oder „Spellbound“ die Matte zu schwingen, bei der Dio-Hommage „Evil masquerade“ die Luftgitarre im Takt zu zupfen oder Hammerfall bei hundertprozentig klischeebefreiten Krachern wie „Destiny´s call“ oder „Running out of time“ endgültig den Rücken zu kehren, „Where the eagles fly“ ist das Beste aus den 80ern gebündelt auf einer CD. Schade ist daran eigentlich nur, dass jede Nummer, sei sie noch so mitreißend, mindestens schon ein Äquivalent in der Metal- und Rockhistorie (in diesem Zusammenhang an die frühen Iron Maiden, Rainbow, Deep Purple oder Helloween zu denken ist nicht allzu verkehrt) vorzuweisen hat und die Wertung daher ein wenig nach unten korrigiert werden muss. Ansonsten: Ein starkes Stück krachenden Rocks und melodischen Metals, das Dark Illusion mit gelegentlichem Blick über den Tellerrand in den folgenden Jahren zu einer festen Institution im Musikbusiness machen könnte.

Anspieltipps:

  • Spellbound
  • Dark Journey
  • Evil Masquerade

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