The Bird And The Bee - Ray Guns Are Not Just the Future - Cover
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The Bird And The Bee Ray Guns Are Not Just the Future


  • Label: Blue Note/EMI
  • Laufzeit: 45 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Einige EPs und das selbstbetitelte Debütalbum aus dem Jahr 2007 sind bereits im Namen des Vogels und der Biene erschienen, will meinen als The Bird And The Bee, einem Duo bestehend aus der Vokalistin Inara George und dem produzierenden Multiinstrumentalisten Greg Kurstin. So weit, so gut, könnte man denken und dem gut gelaunten Avantgarde-Pop mit elektronischer Prägung und lieblichsten Melodien auf dem Zweitwerk „Ray Guns Are Not Just The Future“ lauschen. Doch so schnell kann man die Personen hinter The Bird And The Bee nicht vernachlässigen, ist doch Greg Kurstin als Produzent von Lily Allens Album „It´s Not Me, It´s You“ in Erscheinung getreten, arbeitete bereits mit Beck, den All Saints und Red Hot Chili Peppers, während die zweite Hälfte des Duos mit Arrangeur Van Dyke Parks werkelte.

Zum Soundtrack von „Sex And The City: The Film“ wurde dann wieder gemeinsame Sache gemacht und eine Coverversion von „How Deep Is Your Love?“ (Bee Gees) gewagt. So verschieden die Projekte und damit Einflüsse auch sein mögen, auf „Ray Guns Are Not Just The Future“ geht es ganz allein um die verzaubernde Magie als The Bird And The Bee, die zwischen Sixties-Pop, entrückten Balladen samt barockem Flair und elektronischer Leichtigkeit immer wieder auf den Punkt kommt. Da pulsieren die tiefen Beats im tanzbaren Handclap-Format von „My Love“, leben neben der vielseitigen Instrumentierung vor allem von der in schmeichelnden Höhen angesiedelten Stimme Inara Georges und grooven im Lounge-Pop bei „Ray Gun“ mit Hilfe eines Spinetts, das diesem verträumten Weltall-Ritt den letzten Schliff verpasst.

Wenn auch manchmal zu beliebig dem Pop gefolgt wird und so die intelligent angedachte Liebeserklärung „Love Letter To Japan“ zwischen klassischem, japanischen Liedgut und Electro-Pop im Refrain zu sehr in Richtung All Saints und Konsorten abdriftet, ist „Ray Guns Are Not Just The Future“ eine feine Ansammlung von eingängiger Schönheit und gelungenen Umwegen. Wenn diese Rhythmus-Variationen und überraschenden Instrumental-Wendungen allerdings in der Häufigkeit abnehmen, bleibt „nur“ ein schlichtes Pop-Album mit dem Herz am rechten Fleck, wohliger Wärme und tollem Gesang. Dass da mehr drin gewesen wäre, scheint unterm Strich leider zu selten durch.

Anspieltipps:

  • Diamond Dave
  • Ray Gun
  • Polite Dance Song
  • You´re A Cad

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