Cobra Starship - Hot Mess - Cover
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Cobra Starship Hot Mess


  • Label: Atlantic/WEA
  • Laufzeit: 37 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Als Nebenprojekt mit Biss feuerte Gabe Saporta im Jahr 2007 das Debutalbum „While The City Sleeps, We Rule The Streets“ von Cobra Starhsip auf den Markt. Alles begann mit dem Titelsong des Kult-Trash-Films „Snakes On A Plane“, für den Saporta selbigen komponierte. Wurde „Snakes On A Plane“ dank Samuel L. Jackson und der Trash-Film Fanbase ein DVD-Erfolg, paddelt Cobra Starship dagegen bis heute ein wenig ungebraucht und ungewollt auf den unendlichen Weiten der Musikmeere. Das dritte Album „Hot Mess“ steht in den Startlöchern und verspricht nicht mehr und nicht weniger als denselben Sound zu liefern, der bereits auf den beiden Vorgängern um Anerkennung kämpfen musste.

Schnell entwickelt sich „Hot Mess“ zu einer mit Energy-Drinks beflügelten, etwas hyperaktiven Partynacht. Am Anfang sind noch alle gut gelaunt, bevor der Geruch aus Alkohol, Red Bull und Zigarettenqualm zum Absturz in die Belanglosigkeit führt. Lyrisch befindet sich Saporta zwischen Liebesschwüren, Partyspaß und Frauenflirts. Die völlig durchgefilterten Stimmen tragen ihr übriges zum Synthi-Pop-Rock Abschuss bei. „Hot Mess“ reflektiert klar den aktuellen Trend in dem sich die durchaus erstrebenswert zu erreichende, kaufkräftige jüngere Generation derzeit befindet. Man mag es niemandem verübeln aus dem Zahn der Zeit Profit ziehen zu wollen. Mit klinischer Präzision sind alle elf Tracks nach demselben Schema aufgebaut und produziert, so dass es müßig erscheint auf jeden Titel einzeln einzugehen.

Hervorzuheben ist auf „Hot Mess“ lediglich die erste Single „Good Girls Go Bad“ und „Move Like You Gonna Die“. Cobra Starships aktuelle Single ist das Musterbeispiel für neun von elf Songs auf „Hot Mess“ und bietet sich als erste Single geradezu als Fahnenträger an. „The Scene Is Dead; Long Live The Scene“ sticht dagegen mit einer sanfteren Stimmung auf. Mit Abstrichen fällt auch „The World Will Never Do“ unter die „Darüber müssen wir gesprochen haben“-Kategorie. Nach einer guten halben Stunde beendet der schwache Kanye West Klon als Tiefpunkt das dritte Studioalbum von Cobra Starship. Das Fazit ist letztendlich schnell gefällt und kann deshalb auch nur lauten: Wer mit der Musik von Cobra Starship bisher etwas anfangen konnte wird auch an „Hot Mess“ seine Freude haben. Alle Anderen lassen die Finge weg.

Anspieltipps:

  • Good Girls Go Bad
  • The Scene Is Dead; Long Live The Scene

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