Turner Cody - Gangbusters! - Cover
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Turner Cody Gangbusters!


  • Label: BB*Island/Broken Silence
  • Laufzeit: 37 Minuten
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8/10 Unsere Wertung Legende
6.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Im zarten Alter von 18 Jahren hatte es Turner Cody 1999 nach New York verschlagen, wo er im inzwischen legendären Sidewalk Cafe seine eigenen Songs vortrug. Im selben Jahr begann er seine Songs über Internet und bei Live-Auftritten an den Mann zu bringen. Sein erster offiziell veröffentlichter Song ist auf dem Rough Trade Sampler „Antifolk Vol.1“ zu finden. 2007 brachte er „60 Seasons“ heraus, eine Kompilation, die Songs aus seinen inoffiziellen Alben enthält.

Das 2008 erschienene Album „First Light“ war eine Offenbarung. Turner Cody entpuppte sich als Gott der Lässigkeit und brachte Folk, Country, Blues und Vaudeville-Jazz auf einen gemeinsamen Nenner. Das Album swingt mit einem relaxten Groove, den so eigentlich nur der 2000er Bob Dylan hinbekommen hat. „First Light“ wurde die beste Gute-Laune-Platte des Jahres 2008, die mit Stil, Können und einem unablässigen Charme zu begeistern wusste.

Die Fortsetzung hört auf den Namen „Gangbusters“ und der Gott der Lässigkeit erscheint als Gott in Frankreich, denn beim Lesen der Tracklist stechen die zwei französischen Titel „Au Revoir“ und „Mon Amour“ ins Auge. Diese jedoch werden in English gesungen und passen somit bestens ins Gesamtkonzept des Albums. Wieder schüttelt Cody diesen lässigen Songwriter-Pop aus dem Ärmel, der schon auf „First Light“ für Verzückung sorgte. Die Songs grooven und swingen, gehen ins Tanzbein und die augenzwinkernden Texte zaubern wieder ein Lächeln auf die Lippen. Ein ums andere Mal pfeift und singt man mit, schnippt mit den Fingern, spürt die ansteckende Lebensfreude, die von Cody und seiner Band ausgeht.

„Gangbusters“ hat die Leichtigkeit des Seins eingefangen, selbst die melancholischen Momente („Lost As Lost“) sind unbeschwerter Natur. Nicht viel hat sich also geändert gegenüber dem Vorgänger „First Light“. Die quecksilbrigen, an Dylan geschulten E-Gitarren sind etwas spärlicher gesät, stattdessen leuchten die Akustischen in Richtung „John Wesley Harding“ und „New Morning“, was auch für die locker agierende Rhythmusgruppe gilt. „Gangbusters“ hält das hohe Niveau des Vorgängers und ist ein prima Start ins Jahr 2010!

Anspieltipps:

  • Au Revoir
  • Jackson Heights
  • Windows On Atlantis
  • When We Go
  • You Know That

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