David Bowie - A Reality Tour - Cover
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David Bowie A Reality Tour


  • Label: Columbia/Sony Music
  • Laufzeit: 150 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Sound des Live-Mitschnitts geht okay, wäre aber durchaus verbesserungswürdig gewesen.

Der Auftakt mit dem alten Gassenhauer „Rebel rebel” macht schon ein wenig stutzig. Da gibt David Bowie den jovialen Popstar, während sich das Publikum singend und klatschend vergnügt. Das hat schon ein bisschen was von RTLs debiler „Ultimativen Chart-Show“, bei der ehemalige Stars und Sternchen nach gefühlten 100 Jahren aus der Versenkung geholt werden, damit sie vor einem ausgelassenen Publikum noch mal ihren ersten und einzigen Hit performen.

In diesen Kreis von Musikern gehört ein David Bowie eigentlich nicht, doch es scheint fast so, als sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch Mr. Bowie bei Oliver Geissen auftaucht, um – sagen wir mal – einen Evergreen wie „Ziggy Stardust“ zum Besten zu geben. Denn echte Hits konnte David Bowie schon seit ewigen Zeiten nicht mehr abliefern, so dass die Besucher der am 22. und 23. November 2003 im Point Depot in Dublin, Irland im Zuge der Welttour zum „Reality”-Album (09/2003) aufgenommenen Konzerte eben noch immer zu den ganz alten Gassenhauern wie „All the young dudes“, „Heroes“ oder „Under preassure“ abfeiern müssen.

Was dem geneigten CD-Käufer mit „A Reality Tour“ vorgelegt wird, erblickte bereits im Oktober 2004 als DVD das Licht der Welt – stellt also nur eine Zweitverwertung dar, die dem Fan mit drei unveröffentlichten Bonus Tracks („China girl“, „Fall dog bombs the moon“ und „Breaking glass“) schmackhaft gemacht werden soll. Dabei darf dieser insgesamt 33 Songs erwarten, die einen Bogen von Bowies Alben aus den frühen 70er Jahren bis zu den Spätwerken „Heathen“ (2002) und eben „Reality“ (2003) spannen.

Der Sound des Live-Mitschnitts geht okay, wäre aber durchaus verbesserungswürdig gewesen. So ist der von der DVD bekannte dumpf bollernde Bassklang auch hier noch unüberhörbar. Dem dargebotenen Greatest-Hits-Programm (plus einiger Highlights aus der Neuphase, wie „Sunday“ vom „Heathen“-Album oder auch „Battle for Britain (The Letter)“ vom 1997er „Earthling“-Album) kann diese Unzulänglichkeit allerdings nicht schaden. Und so erlebt jetzt auch der CD-Käufer ein gelungenes Konzert „... in front of emotionally charged audiences“, die David Bowie an zwei Tagen hochleben ließen.

Anspieltipps:

  • Fame
  • Reality
  • Heroes
  • Sunday
  • Changes
  • Fantastic voyage
  • All the young dudes
  • The man who sold the world

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