Alkaline Trio - This Addiction - Cover
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Alkaline Trio This Addiction


  • Label: Hassle Records
  • Laufzeit: 35 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit „This Addiction” legt die Punkband Alkaline Trio ihr siebtes Studioalbum nach dem 1998er Debüt „Goddamnit“ vor. Es stellt die Rückkehr zum Indie-Label Hassle Records und den insgesamt vierten Labelwechsel dar, nachdem der Vorgänger „Agony & Irony“ (2008) in den USA noch bei Epic Records/Sony Music erschien. Doch die Band aus Chicago kehrt mit den elf Songs auf „This Addiction” nicht nur wirtschaftlich, sondern auch musikalisch zu ihren Wurzeln zurück.

Matthew Skiba (Gesang, Gitarre), Dan Andriano (Bass, Gesang) und Derek Grant (Drums) wenden sich wieder stärken dem (Alternative) Rock zu, ohne den Punkrock aus dem Auge zu lassen. Das ist auch gut so. Denn tief im Herzen ist und bleibt das Trio eine Punkband! Und so stand bei den Aufnahmen die (Punk-)Devise „Weniger ist mehr“ im Vordergrund, um die Songs einfacher live spielen zu können. Einzige Spielereien sind ein Trompetensolo in „Lead poisoning“ (was aber nichts mit Ska-Punk zu tun hat) sowie ein paar Synthies in „Eating me alive“.

Der Rest ist ehrlicher, auf den Punkt gespielter 3-Minuten-Rock, der streckenweise leider etwas die Energie und den Punch früherer Werke vermissen lässt. Doch auch die gezügelte Härte in „This addiction“ oder „Dine, dine my darling“ (eine Verbeugung vor den Misfits) geht in Ordnung. Die Hauptsache ist doch, dass das Alkaline Trio sein Gespür für eingängige Melodien nicht verloren hat. So braucht es diesmal eben ein paar Hördurchgänge mehr, bis das gesamte Album zündet, aus dem der hitverdächtige, an Green Day gemahnende Song „Dead on the floor“ sowie das inhaltlich dramatische „The American scream“ herausstechen. Letztgenanntes Stück handelt von einem aus Afghanistan zurückgekehrten Soldaten, der sich vor dem Grab seiner Mutter das Leben nahm. Eine wahre Geschichte im übrigen.

Auf das Alkaline Trio ist nach wie vor Verlass. Die Jungs halten mit jedem neuen Werk weitgehend ihr Niveau und lassen sich auch von Label-Wechseln nicht verrückt machen. Musikalisch probiert die Band durchaus ein paar neue Sachen aus, ohne den Fans vorzuenthalten, was diese von ihnen wollen. Und auch wenn „This Addiction“ nicht zu den ganz großen Knallern in der Bandgeschichte zählt, bietet das Album immer noch überdurchschnittliche Unterhaltung.

Anspieltipps:

  • Fine
  • Dorothy
  • This addiction
  • Dead on the floor
  • The american scream

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