Motorpsycho - Heavy Metal Fruit - Cover
Große Ansicht

Motorpsycho Heavy Metal Fruit


  • Label: Stickman/INDIGO
  • Laufzeit: 62 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
4.9/10 Leserwertung Stimme ab!

„Heavy Metal Fruit“ strotzt wieder einmal vor kreativem Wahnsinn.

Motorpsycho-Alben sind nichts für schwache Nerven und Menschen mit Aufmerksamkeitsdefiziten. Das wissen wir seit nunmehr 20 Jahren und ca. 30 EPs, Studio- und Live-Alben, auf denen die Norweger mit psychedelisch-progressiver Rockmusik zu Lieblingen von Fans und Kritikern geworden sind.

Auch ihr neuestes Werk, „Heavy Metal Fruit“, strotzt wieder einmal vor kreativem Wahnsinn mit zwar nur sechs Songs, die aber auf eine Spieldauer von knapp über einer Stunde ausgewalzt werden. Ein typisches Motorpsycho-Monster eben, das zwischen Jazz-, Noise- und Hardrock changiert und dabei ebenso auf standardisiertes Riffing wie auf scheinbar wilde Improvisation setzt und am liebsten alles gleichzeitig in einem Song zusammen verwurstet.

Neu ist, dass Bent Sæther (Gesang; Bass), Hans Magnus Ryan (Gitarre, Gesang) und Kenneth Kapstad (Drums) diesmal ein paar Gastmusiker mit an Bord haben. So ist Hanne Hukkelberg (30) in vier von sechs Songs als Sängerin zu hören, der oft gebuchte Mathias Eick (30) spielt Trompete und Multiinstrumentalist und Produzent Kare Chr. Vestrheim ist an den Keyboards zu hören. Daraus resultieren Songs, die trotz aller Kantigkeit nicht auf Melodien und Härte verzichten, wobei Motorpsycho immer dann am besten sind, wenn sie ihre 70er-Jahre-Einflüsse am hörbarsten ausleben und auf aufgeblähten Keyboard- bzw. Orchester-Bombast verzichten. Denn ab und zu verfranst sich das Trio schon etwas arg in undurchschaubaren Klanggebilden, die unterm Strich immer noch eine Klasse für sich sind, aber nicht mehr die hypnotisch-geniale Tiefe wie zu „Timothy's Monster“-Zeiten (1994) erreichen.

Anspieltipps:

  • X-3
  • W.B.A.T.
  • Gullible’s travails

Neue Kritiken im Genre „Prog-Rock“
7/10

Topographic Drama: Live Across America
  • 2017    
8/10

Reap The Storm
  • 2017    
Diskutiere über „Motorpsycho“
comments powered by Disqus