The Pains Of Being Pure At Heart - The Pains Of Being Pure At Heart - Cover
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The Pains Of Being Pure At Heart The Pains Of Being Pure At Heart


  • Label: Fortuna Po/CARGO
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

The Pains Of Being Pure At Heart – Was für ein Name! Diese kleinen Unschuldslämmer aus New York haben es jedoch – anders als der Name suggeriert – faustdick hinter den Ohren und sich ihren kompletten Bandsound bei diversen Gruppen aus den 80ern abgeguckt und ins Hier und Jetzt transferiert. Irgendwo zwischen Noise, Shoegaze, und Pop, zwischen Bands wie Joy Division, Sonic Youth oder The Smiths, schrammeln Kip Berman (Gesang, Gitarre), Peggy Wang (Gesang, Keyboard), Alex Naidus (Bass) und Kurt Feldman (Schlagzeug) einem locker ihren Opener „Contender“ entgegen, der dabei noch fast komplett auf ein Schlagzeug verzichtet.

Die Band füttert ihre Musik mit so zuckersüßen Melodien, das man für den Rest des Tages jeglichen Süßigkeiten aus dem Weg gehen möchte und laden ebenso unwiderstehlich sympathisch zum Träumen ein. Mit „Come Saturday“ zeigen die vier, dass sie das Ganze auch noch eine Nummer schneller können, um spätestens mit „Young Adult Friction“ einen bezaubernd simplen Ohrwurm aus den rauschenden Melodien zu zimmern. Berman und Wang hauchen ihre Lyrics schüchtern und zurückhaltend in ihre Mikrofone und erinnern dabei an jene High-School-Nerds, mit denen in typischen Coming-Of-Age-Komödien aus Hollywood niemand was zu tun haben will – immerhin sprechen die Bandmitglieder über sich selbst als Außenseiter.

Man sollte sich jedoch nicht täuschen lassen – unter dem träumerisch-schönem Soundteppich schwebt auch immer eine Schicht Melancholie – ein Blick auf die Texte verrät den versteckten Schmerz: „Come on down, / the furthest reaches of your nowhere town. / They suck you in, / the black hole kids won't let you free again“ singen The Pains Of Beeing Pure At Heart im Stück „Stay Alive“, bei dem die süße Mischung aus Keyboard und rauschender Gitarre besonders gut aufgeht. Auch „A Teenager In Love“ darf, wie der Titel bereits sagt, noch einmal den Tag verträumen, nur um vom kurzen „Hey Paul“ wieder wachgerüttelt zu werden. The Pains Of Beeing Pure At Heart sind auf ihrem Debüt kurzweilig, ohne belanglos zu klingen. Ihnen gelingt das Kunststück, vollkommen unaufgesetzt simple Songs darzubieten, die dennoch nie langweilig werden.

Anspieltipps:

  • Young Adult Friction
  • Stay Alive
  • A Teenager In Love
  • Gentle Sons

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