Shout Out Louds - Work - Cover
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Shout Out Louds Work


  • Label: Vertigo/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 41 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Die schwedische Band Shout Out Louds legte seit ihrer Gründung im Jahr 2001 eine Bilderbuchkarriere hin. Nach nur einer EP in ihrer Heimat, bekam sie in Amerika einen Plattenvertrag mit dem Branchenriesen Capitol/EMI. Das Debüt „Howl Howl Gaff Gaff“ eroberte nicht nur Schweden, sondern auch die USA und Europa mit zweijähriger Verspätung. Der zweite Streich hieß „Our Ill Wills“ und erschien in Deutschland auf dem Indie-Label Haldern Pop Recordings. Die Erfolgsgeschichte brachte den fünf Schweden nun einen Vertrag bei Universal Music für den deutschsprachigen Raum ein.

Dafür, dass sie anfangs als typische Indiepop-Band für den amerikanischen Markt verpflichtet wurden, haben Sänger und Gitarrist Adam Olenius, Sängerin und Keyboarderin Bebban Stenborg, Gitarrist Carl von Arbin, Schlagzeuger Eric Edman und Bassist Ted Malmros also ganz schön viel auch im Rest der Welt erreicht. Die Stärken von Shout Out Louds waren bisher starke harmonische Melodien, ein prägnantes Glockenspiel und ein starker Sänger, der Melancholie perfekt ausdrückt. Die neue Scheibe beginnt gewohnt melodiös und mit leicht treibenden Indie-Pop/Rock in der Tradition der beiden anderen Werke: „1999“, „Fall Hard“ und „Play the Game“ vereinen die Stärken der Schweden eindrucksvoll: Außer dem Überraschungsmoment Glockenspiel schwelgen die fünf in sehr eingängigem Pop, vor allem die Single „Fall Hard“ bohrt sich unauslöschlich ins Gedächtnis. Spätestens bei „Walls“ wird aber deutlich, dass die Shout Out Louds noch melancholischer und nachdenklicher klingen.

Im Mittelteil der CD wird spürbar das Tempo verschleppt, z.B. „Candle Burned Out“, allerdings hat man das Gefühl, dass es zeitweise ein wenig eintönig und weniger ideenreicher als früher daherkommt. Erst „Four by Four“, welches ein überraschendes Keyboardgeräuch einbringt, und „Show me something new“ knüpfen nahtlos an die genannten flotten Songs an, doch die etwas schwächere Mitte drückt die Wertung des 41minütigen Hörvergnügens. Sicher braucht die CD mehrere Durchgänge, um ihre emotionale Kraft und Kompositionskunst eingehend zu ergründen, aber die hohe Qualitätsdichte von „Our Ill Wills“ erreichen die Skandinavier nicht ganz.

Anspieltipps:

  • 1999
  • Fall Hard
  • Play The Game
  • Show Me Something New
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