Cass McCombs - Catacombs - Cover
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Cass McCombs Catacombs


  • Label: Domino Records
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5/10 Leserwertung Stimme ab!

„Catacombs“ kann locker mit den tollen Singer/Songwriter-Ergüssen des Jahres 2009 mithalten.

Bevor der Amerikaner Cass McCombs mit seinem mittlerweile vierten Album „Catacombs“ erneut seine Songwriter-Qualitäten unter Beweis stellen kann, zog es ihn Ende der 90´er aus seiner Heimat Kalifornien nach New York, wo er die Chance nutzte und kleine Clubs bespielte. Pendelnd zwischen New York, Chicago und Los Angeles formte er sein Gespür für zeitlose Songs voller Emotionalität, gleichermaßen jedoch auch folkiger Leichtigkeit und naturbelassender Hingabe, in denen Cass McCombs genug von sich preis gibt. Denn Interviews sind seine Sache nicht, schreckt er doch vor ihnen zurück. Gut, dass es da die Musik als Verarbeitung seiner Ideen sowie Denkweisen gibt und dann auch noch so vollends zufrieden stellt.

Spätestens beim in seiner Ruhe doch so antreibenden „Don´t Vote“ ist es um einen passiert und man fühlt sich warm umschlossen von dieser wohlig arrangierten Folk-Pracht aus erobernden Percussions, schimmernden Gitarrensounds und der umwerfend zarten Stimme Cass McCombs´. Die Wüste ist nah, der Blues genau so und doch ist es vor allem Folk der markant arrangierten Art und Weise, den der Amerikaner auf „Catacombs“ präsentiert. Besonders stimmungstechnisch wandelt Cass sehr variabel auf einem Pfad, der Trauer, Ironie und strahlende Glückseligkeit gleichermaßen beheimatet und damit der Gesamtwirkung des Longplayers sehr gut tut. Auch der Gesang nimmt diese Stimmungsbögen auf und zeigt, wie sicher sich der Anfang-Dreißiger seiner Sache ist.

„Harmonia“ sorgt für tolle Steel Guitar-Einsätze, die die akustische Gitarre und erneut auftrumpfende Rhythmus-Abteilung aus markantem Bass und rhythmisch herausragendem Schlagzeug ergänzen, während „My Sister My Spouse“ dringlicher wird, dabei aber mit den gleichen Fähigkeiten auftrumpft und insgesamt genau so warm und behutsam wie der Rest des Albums begeistert. So ist die Mundharmonika und der Country-Einschlag des abschließenden Songs „One Way To Go“ ein würdiger Abschluss von „Catacombs“, das locker mit den tollen Singer/Songwriter-Ergüssen des Jahres 2009 mithalten kann.

Anspieltipps:

  • Don´t Vote
  • Harmonia
  • My Sister My Spouse
  • Lionkiller Got Married

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