The Mighty Stef - 100 Midnights - Cover
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The Mighty Stef 100 Midnights


  • Label: Tonetoaster/ALIVE
  • Laufzeit: 56 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Aufholarbeit abgeschlossen! Mit der Veröffentlichung von „100 Midnights”, dem im UK schon im März 2009 erschienenen zweiten Studioalbum des irischen Sängers Stefan Murphy, der zusammen mit seiner Band als The Mighty Stef unterwegs ist, sind wir nun auf einer Höhe mit dem britischen Publikum. Diesem setzten die Iren mit „The Sins Of Sainte Catherine“ bereits im September 2006 ihr Debütalbum sowie zwei Jahre später die „Death Threats“-EP vor. Beide Titel erschienen bei uns im Laufe des vergangenen Jahres.

„100 Midnights” knüpft ohne große Umschweife an die Klänge des Debütalbums an und vereint erneut diese ganz spezielle Mischung aus Irish Folk, Punkrock und Singer/Songwriter-Musik mit dem markanten Organ Murphys, der sich mit dem Gastspiel von Kultsänger Shane MacGowan (Ex-The Pogues) beim Song „Waitin’ round to die“ (ein Cover von Townes Van Zandt) adäquate Konkurrenz ins Haus geholt hat, wenn es darum geht, eine auffallende Gesangsvorstellung aufs Parkett zu legen. Zusammen mit der ehemaligen Pogues-Bassistin Cait O’Riordan wird zudem ein zweites Duett dargeboten („Safe at home“).

Die Kollaborationen mit den ehemaligen Pogues-Mitgliedern hat übrigens Manager und Co-Produzent Frank Murry vermittelt. Er war selber lange Zeit Manager der Pogues und hat wohl eine Art Seelenverwandtschaft zwischen seinen alten und seinem neuen Klienten gespürt. Stefan Murphy ist zwar mehr in der Rockmusik als in der Folkmusik verwurzelt (schön zu hören in einem Track wie „Golden gloves“), legt aber mit seiner Band einen ähnlichen rauen Charme an den Tag wie einst die Pogues.

So ist einigen Songs eine kneipentaugliche Glückseligkeit nicht abzusprechen, mit der man jeden Pub unter Garantie zum Schunkeln bringen kann („Kings of New York“, „100 midnights“, „I swear I have no feeling for that girl“), während sich Murphys Leidenschaft für Seemannslieder in einem Stück wie „A pretent sailors goodybe“ ausdrückt. Das Ganze passiert auf einem guten Niveau, wenn auch nicht mehr so mitreißend wie auf dem Debütalbum, so dass der geneigte Folk-Punk-Fan auch bei „100 Midnights” zugreifen kann.

Anspieltipps:

  • 100 midnights
  • Golden gloves
  • Russian roulette
  • Kings of New York
  • Hound dogs of love

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