Freedom Call - Legend Of The Shadowking - Cover
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Freedom Call Legend Of The Shadowking


  • Label: Steamhammer/SPV
  • Laufzeit: 50 Minuten
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3.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine Platte, die nur beinharten Fans und Szenefetischisten mit gutem Gewissen ans Herz gelegt werden kann.

Ein Déjà vu! Dreht sich die neue Gamma Ray vielleicht noch einmal im Player? Sollte der Rezensent in einem Zustand geistiger Umnachtung vielleicht vergessen haben, die CD zu wechseln und nur „Play“ gedrückt haben? Hat er nicht, was da aus den Boxen kommt, ist tatsächlich Freedom Call. Mit „Legend Of The Shadownking“ hat diese Woche also tatsächlich eine weitere Platte einer deutschen Power-Metal-Institution ihren Weg in die CD-Läden gefunden. Das darauf zu findende Material ist leider genauso austauschbar, wie die meisten derartigen Veröffentlichungen der letzten Zeit.

Also kurz zusammen gefasst: es regieren Doublebase (wie beim Opener „Out Of The Ruins“), Kinderlied-artige Gesangslinien („A Perfect Day“) und Keyboard-Kitsch („Tears Of Babylon“). Das ganze weitgehend mal wieder eine ganze Ecke schneller als auf den letzten Werken, allerdings noch immer genauso poppig und un-metallisch produziert wie eh und je. Besonders nervig fallen wie bereits in der Vergangenheit die absolut unnatürlich klingenden Streicher aus der Konserve auf. Immerhin „Thunder God“ macht mit seinem Ohrwurm-Refrain mächtig Spaß und „Kingdom Of Madness“ deutet an, dass in der Band einiges Potenzial stecken würde, wenn man sich endlich vom übertriebenen Pseudo-Bombast verabschieden würde. Das können andere ganz einfach besser!

Eine Platte also, die wirklich nur beinharten Fans und Szenefetischisten mit gutem Gewissen ans Herz gelegt werden kann. Immerhin eine Hoffnung bleibt zum Schluss: vielleicht reichen die Einnahmen aus dem Album-Erlös ja dafür, dass sich der Keyboarder mal ein anständiges Instrument kaufen kann.

Anspieltipps:

  • Thunder God
  • Kingdom Of Madness

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