Reto Burrell - Go - Cover
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Reto Burrell Go


  • Label: Echopark Music/ALIVE
  • Laufzeit: 33 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Eine insgesamt überzeugende Leistung bei Reto Burrells Comeback als Solokünstler.

Der Schweizer Songschreiber Reto Burrell begann seine Karriere vor mehr als 20 Jahren. Seine Musik ist inspiriert von amerikanischem Roots-Rock der Marke Tom Petty und Co. Sein Independent-Solodebüt „Eleven Songs“ erschien 1998, gefolgt vom tatsächlichen offiziellen Erstling „Echo Park“ auf Blue Rose Records, dem deutschen Spezial-Label für Roots-Rock und Americana aller Art.

Zwischen 2000 und 2004 veröffentlichte Reto Burrell drei Alben auf Blue Rose Records, die von Fans und Presse sehr wohlwollend aufgenommen wurden. Danach gründete der 36jährige Luzerner die Band Burrell, mit der er 2004 und 2006 zwei Alben auf den Markt brachte, die musikalisch ein jüngeres Publikum ansprechen sollten. Das Jahr 2008 stand dann ganz im Zeichen eines längeren Aufenthaltes in den USA, wo Burrell unter anderem in Nashville und Los Angeles neue Songs schrieb. Nach seiner Rückkehr aus den Staaten gründete der Schweizer zusammen mit seinen Brüdern Coal und Philipe das eigene Label Echopark Music, auf dem nun sein neuestes Soloalbum „Go“ erscheint.

Mit „Go“ geht Reto Burrell zurück zu seinen musikalischen Wurzeln. Das Album wurde von Chris Testa (Jimmy Eat World, Dixie Chicks, Rickie Lee Jones) co-produziert und enthält herrlich staubtrockene Roots-Rocksongs mit persönlichen Texten, die sich aus dem Alltag des Schweizers ergeben und damit nicht nur die Sonnenseiten im Leben eines Musikers abdecken. Doch Reto Burrell ist Optimist und lässt sich so schnell nicht unterkriegen. Entsprechend energiegeladen kommen viele Songs auf „Go“ daher, so dass der Americana-Anteil in den Hintergrund gedrängt wird („Not as cool as L.A.“, „Uninvited honesty“, „Dirty little secrets“).

Am deutlichsten wird dieser noch in Balladen wir „Coming home“ oder beim Duett mit der amerikanischen Songwriterin Tift Merritt („Dancing to the rhythm of rain“), das sich auf Anhieb im Gehör festsetzt und zu den besten Songs des Albums zählt. Richtig stark sind aber auch das hymnische „Dirty little secrets“ und das punkrockige (!) „Not as cool as L.A.“, in dem Reto Burrell mit der Oberflächigkeit vieler Menschen in der Glamour-Metropole abrechnet. Das reicht für ein mehr als solides Album mit vier, fünf herausragenden Songs und für eine insgesamt überzeugende Leistung bei Reto Burrells Comeback als Solokünstler.

Anspieltipps:

  • Is it true
  • Heart & Bones
  • Set it all on fire
  • Dirty little secrets
  • Dancing to the rhythm of rain

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