Smoke Blow - The Record - Cover
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Smoke Blow The Record


  • Label: PIAS/Rough Trade
  • Laufzeit: 30 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Das nunmehr siebte Album der Kieler Hardcore-/Punk-Gruppe springt einem von der ersten Sekunde an vor lauter Eifer ins Gesicht, langt zwölf Mal ordentlich zu und ist mindestens genau so schnell wieder von der Bildfläche verschwunden. „The Record“ ist mit 30 Minuten unerwartet kompromissloser Musik bespickt, welche von Tom Schwoll (Jingo De Lunch) im Future Shock Studio in New York aufgenommen wurde. Schon „Broken Bonds Of Friendship“ beginnt genretypisch mit viel Geschrei, einem im wahrsten Sinne galoppierenden Schlagzeug und tiefgestimmten, aber sehr geradlinig nach vorne stürmenden Gitarren.

Auffällig erscheint wie immer das zweistimmige Geschrei von Jack Letten und MC Straßenköter, welches zwar zu keinem Zeitpunkt Abwechslung mit sich bringt, aber darauf scheinen es Smoke Blow mit „The Record“ sowieso nicht abgesehen zu haben. Doch immerhin gibt es dem Album einen ordentlichen Schuss Intensität und verleitet die Band zu munteren Wechselgesängen („Retaliation“, „Necrophobia“). Bei Songs wie „I Have Lived In The Monster“ oder dem knackigen „March On To Victory“ funktioniert das Oldschool-Hardcore-Paket dann auch ganz wunderbar, auf Albumlänge braucht es aber schon ein paar Ideen mehr, um auch die letzte Reihe im Club zum hemmungslosen Pogo zu animieren.

Denn auf Dauer ist es nun mal ermüdend, wenn das Geschrammel immer nur eine Richtung kennt und keine ruhigeren oder melodischen Passagen eingebaut werden. Ein paar intelligent gesetze Breaks wären sicher auch nicht schädlich gewesen. Doch „The Record“ will 30 Minuten lang mit dem Kopf durch die Wand und ist zwar auf der einen Seite kurzweilig und kraftvoll, auf der anderen Seite aber eben auch innovationslos, ein wenig zu stur und somit letztendlich ein durchschnittliches Hardcore-/Punk-Album.

Anspieltipps:

  • March On To Victory
  • Retaliation
  • I Have Lived In The Monster
  • Necrophobia

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