Arsis - Starve For The Devil - Cover
Große Ansicht

Arsis Starve For The Devil


  • Label: Nuclear Blast/WEA
  • Laufzeit: 40 Minuten
Artikel teilen:
8/10 Unsere Wertung Legende
7.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Die lange Geschichte der noch gar nicht mal so lange existenten Band Arsis, ursprünglich nur zum Spaß von zwei Studenten des Berklee College of Music gegründet, lässt sich mit zwei Stichpunkten zusammenfassen. Zum einen sind sie gepusht durch ein sehr positives Presse-Echo nach den ersten Veröffentlichungen, zum andern zerrüttet durch zahlreiche Besetzungswechsel. Nach „We Are The Nightmare“ (2008), dem dritten Studioalbum und Debüt bei Nuclear Blast, brach das damalige Line-up komplett zusammen und ließ nur Gründungsmitglied James Malone (Gesang und Gitarre) übrig. Unbeirrt schnappte sich dieser dann David Kinkade (Schlagzeug) und Nick Cordle (Bass) um den Zweijahresrhythmus beizubehalten und den vierten Langspieler rauszuhauen. „Starve For The Devil“ ist wieder einmal professioneller Technical Melodic Death Metal, mit anderen Worten: brillant, und merzt dabei sogar die kleinen klanglichen Mankos des Vorgängers aus.

Einen fast irritierenden Anfang findet das Album mit dem kurzen „Forced To Rock“, das klingt, als wäre es eine leicht ironische Coverversion irgendeines klassischen Heavy Metal Stücks. Erst danach findet man sich in den gewohnt verspielten und komplexen Songstrukturen mit erhöhtem Härtegrad wieder. Arsis scheinen nie in einer Idee zu verharren, sondern sich immer gleich zur nächsten zu schwingen. Ihre Variante des Death Metal klingt ungewöhnlich leichtfüßig, frisch und ziemlich kurzweilig. Was den Gutturalgesang angeht, so ist „Starve For The Devil“ eine Ecke verhaltener und weniger aggressiv als zuvor. Malones Stimme gibt sich nicht mehr so variabel, sondern hat sich auf einer dem gängigen Black Metal ähnlichen Tonlage zwischen hohem Kreischen und tiefen Growls eingependelt. So haben die irren Gitarrensalven noch mehr Raum um sich zu entfalten.

Der Sound des Trios, der auf „We Are The Nightmare“ noch kleine Unstimmigkeiten aufwies, wurde nun von Produzent Zeuss (Agnostic Front, Hatebreed) und Mastering-Man Alan Douched (Kataklysm, Unearth) so glattgebügelt, dass das fantastische Songwriting ungestört die Ohren des Hörers umgarnen kann. Genug Power ist dabei immer noch übrig geblieben. „Starve For The Devil“ klingt ausgereift und präzise; dabei ist der Gesang gerademal ein dezentes Beiwerk für die mehr als ausgefeilte Instrumentalabteilung. Mit Stücken wie „From Soulless To Shattered“ mausern sich Arsis zum Sinfonieorchester des Death Metal. Die anspruchsvollen Strukturen voller wilder Gitarrensolos und häufigen Kurztrips in Richtung Black und Thrash machen im Grunde jeden Song zu einem Erlebnis für sich. Damit dürften die Jungs ihren Sound gefunden haben.

Anspieltipps:

  • From Soulless To Shattered
  • Closer To Cold
  • Escape Artist
  • Sable Rising
  • Forced To Rock

Neue Kritiken im Genre „Death Metal“
Diskutiere über „Arsis“
comments powered by Disqus