Sharam Jey - In My Blood - Cover
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Sharam Jey In My Blood


  • Label: King Kong/Intergroove
  • Laufzeit: 56 Minuten
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5.5/10 Unsere Wertung Legende
5.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Der Kölner DJ Sharam Jey treibt als Remixer von Moby oder Faith No More seit den 90er Jahren sein Unwesen in der Musikwelt. Aber auch eigenes Material hat er natürlich schon veröffentlicht, dafür hatte er ja schließlich sein Label King Kong Records gegründet. Nun kommt wieder ein Album vom DJ und das bietet einige musikalische Gäste, die die Beats des DJ verschönern sollen. Der Australier Nik Valentino, die Schwedin Cornelia und Rapperin Princess Superstar aus Great Britain versuchen den menschlichen Faktor in dem Electro/House/Techno-Mix von Jey einzubringen. Die erste Single „Monday Morning feat. Princess Superstar“ wartet mit Rapeinlage der Britin in Zusammenarbeit mit ziemlich typischen DJ-Beats inklusive tiefem Bass, der eher vom Technolager, denn von der Black Music stammt, auf und überzeugt leider nicht wirklich.

Der Titeltrack mit Nik Valentino ist eine typischer Electro-Pop-Nummer, die von der hohen Stimme des Australiers getragen wird und die diese gewisse Eingängigkeit mitbringt, um auch ins Radio zu gelangen. Die zweite Kollaboration mit Valentino nennt sich „Sleep Walk“: Nach sehr langer rein instrumentaler Einleitung wird die Stimme Valentinos in fast kirchlich anmutenden Hall eingetaucht, doch fast 5 Minuten trägt das Konzept nicht unbedingt, auch wenn DJ Jey versucht, seine Töne zu variieren, ermüdet man beim Hören doch schneller als einem lieb ist. Die schwedische Sängerin Cornelia gibt sich bei „Army of men“ die Ehre und ihre fast kindliche Stimme fügt sich als hörbarer Kontrast zu den mechanischen Beats gut ein und gibt der CD eine willkommene musikalische Abwechslung. Der Schlußtrack, wieder mit Valentino, klingt dann etwas poppiger und gefällt durchaus mit einer Electro-Dance-Pop-Mixtur.

Obwohl man schon feststellen muss, das DJ Sharam Jey seinem Genre recht treu bleibt und nur die menschlichen Stimmen, vor allem Valentino, aus dem mit House/Techno gemixten Klangteppisch herausragen. Die Länge der Tracks, fast immer über vier Minuten, führt leider auch die zeitweise etwas monotone Grundausrichtung vor und so könnten Hörer aus anderen musikalischen Richtungen erwartungsgemäß weniger Gefallen daran finden. Allerdings gehört im Genre der DJs Sharam Jey schon zu den abwechslungsreichen und qualitativ überdurchschnittlichen Klangkünstlern.

Anspieltipps:

  • In My Blood (ft. Nik Valentino)
  • Army Of Men (ft. Cornelia)
  • The More That I do (ft. Nik Valentino)

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