Satan Takes A Holiday - Satan Takes A Holiday - Cover
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Satan Takes A Holiday Satan Takes A Holiday


  • Label: I Made This/ALIVE
  • Laufzeit: 34 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Laut Presseinfo angetreten, um gleichermaßen in der Punkrock-Szene wie im kommerziellen Radio zu bestehen, ist man ob der Vorstellung bei den ersten Tracks doch verwundert.

2006 gegründet macht das schwedische Trio um Big Fred (Gesang, Gitarre), Grizzly Turner (Bass) und Schwantz (Schlagzeug) vier Jahre später mit dem selbstbetitelten Debütalbum von sich reden. Dass in der Zwischenzeit nicht nur die Nominierung für die größte schwedischen Award-Verleihung in der Sparte „Bestes Rock/Metal-Album“ anstand, sondern anscheinend auch jede Menge Bühnenpräsenz, hört man dem Debüt in jeder Sekunde an. Dreckiger Rock´n Roll der treibenden Sorte, Bier im Blut und Schweiß auf der Lederjacke erklimmt ja noch immer vor allem live die Gunst der Hörerschaft. Umso besser, dass auch die Konserve von Satan Takes A Holiday mitreißendes Flair versprüht. Laut Presseinfo angetreten, um gleichermaßen in der Punkrock-Szene wie im kommerziellen Radio zu bestehen, ist man ob der Vorstellung bei den ersten Tracks doch verwundert.

Denn der Opener „Hard Way Honey“ gibt die Marschrichtung vor und die nimmt beileibe keine Gefangenen, wenn selbstbewusst die scharfzüngigen Gitarren-Riffs röhren und das Schlagzeug zum energischen, wandlungsfähigen Gesang von Big Fred tobt. „Missy“ schaut bei der Rock´n Roll-Schule der 60´er vorbei, swingt genau so wie es wütend schnaubt und zeigt Big Fred als schier rastlosen Entertainer, dem keine Tonlage zu hoch beziehungsweise kein Geschrei zu haltlos ist. Auch im Zusammenspiel mit seinen Mitstreitern bleiben beim Gesang keine Wünsche offen, was Wildheit und Catchyness betrifft. Musikalisch ist man in Sachen Street-Credibility und deftigem Rock im schwedischen Hause von Satan Takes A Holiday ebenso gut bedient, gerade wenn man sich mal wieder so richtig räudig besudeln lassen möchte.

Erst bei „She´s My Sister“ schaltet das Trio erstmals einen Gang zurück, kommen doch im trabenden Rhythmus vermehrt Gitarren-Harmonien anstatt der bisher vorherrschenden kaltschnäuzigen Riffs zum Vorschein und macht sich gut im anklingenden Blues mit immerhin noch einem Fuß auf dem Gaspedal. Doch der Drang, ein Debüt mit gehörigem Druck und kurzweiligem Rock-Overkill samt Riff-Breitseite zu kreieren, ist noch lange nicht gestillt, denn spätestens „Get The Fuck Off My Stage” richtet sich wieder wild erobernd auf. Im deutschen Radio (zum Glück?!) fehl am Platz, daran ändert auch ein eher überflüssiges Cover von “Big In Japan” nichts, doch ansonsten ein echter Fels in der Brandung.

Anspieltipps:

  • Missy
  • Heartbreaker
  • She´s My Sister
  • Get The Fuck Off My Stage

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