Sophie Zelmani - I´m The Rain - Cover
Große Ansicht

Sophie Zelmani I´m The Rain


  • Label: Epic/Sony Music
  • Laufzeit: 39 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Es kommt nicht von Ungefähr, dass sich viele Schweden in die Lieder von Sophie Zelmani verlieben.

Sie ist seit 15 Jahren im Musikgeschäft und in ihrer schwedischen Heimat ein Superstar. Ihre Konzerte sind pure Magie und eine beachtliche Anzahl ihrer Songs wurden für Kinofilme und große US-Fernsehserien verwendet. Trotzdem ist Sophie Zelmani (38) außerhalb Schwedens nur einem relativ kleinen Kreis von Musikfreunden bekannt.

Macht man sich auf die Suche nach den Gründen, fällt auf, dass Zelmanis zerbrechliche Folk-Pop-Kleinode eher selten im Radio gespielt werden, was für eine schnelle Verbreitung natürlich von Vorteil ist. Zudem ist die Sängerin und Songschreiberin extrem schüchtern und meidet Interviews und öffentliche Auftritte wie der Teufel das Weihwasser. So ist es in der Tat nicht leicht, in unserer schnelllebigen Zeit größere Aufmerksamkeit zu erhalten. Wobei, wenn man ehrlich ist, sind die Songs der Schwedin auch nicht zwingend für ein Massenpublikum geschaffen. Das macht auch das neueste Album, „I’m The Rain“, wieder deutlich.

Sophie Zelmani liefert elf Kompositionen ab, für die es in bester Tradition selten mehr als ihre feenhafte Stimme, eine akustische Gitarre oder ein Piano als Begleitung braucht. Doch das alleine wäre, verteilt auf die Länge eines ganzen Albums, etwas fad, so dass durch zusätzliche Percussion und zarte Bass-Tupfer für Atmosphäre gesorgt wird. Mit dieser kargen Grundausstattung bestreiten Sophie Zelmani und ihre Begleitmusiker das komplette Programm von „I’m The Rain“ und man hat nicht das Gefühl, das etwas fehlen würde.

So besticht die erste Singleauskopplung „You can always long for may” durch besonders virtuoses Gitarrenspiel, „Ready” überrascht durch einen aufbrausende Verlauf und mit dem abschließenden „Song for the night“ schickt die 38-Jährige ihre Hörer im übertragenen Sinn höchst galant zur Ruhe („This must be my last song for you / All of me is in there / I’ll call it what I’ve been calling you / You’re the song of the night“). Das alles kommt gewohnt fragil und introvertiert und nur ganz selten kraftvoll und imposant wie im Titeltrack daher. Das mag gewiss nicht jedermanns Sache sein, doch nicht von Ungefähr haben sich viele Schweden in die Lieder von Sophie Zelmani verliebt. Und wer weiß, vielleicht auch ein kleines bisschen in sie.

Anspieltipps:

  • Ready
  • Not with you
  • Interior design
  • To be forgiven
  • You can always long for may

Neue Kritiken im Genre „Singer/Songwriter“
8/10

The Days Of Never Coming Back And Never Getting Nowhere
  • 2017    
6.5/10

Trouble No More: Bootleg Series Vol. 13 (1979-1981)
  • 2017    
Diskutiere über „Sophie Zelmani“
comments powered by Disqus