Story Of The Year - The Constant - Cover
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Story Of The Year The Constant


  • Label: Epitaph Records
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Story Of The Year aus St. Louis, Missouri gehören inzwischen zu den alten Hasen im Musikgeschäft. Die Band begann unter dem Namen Big Blue Monkey im Jahr 1996, änderte die Firmierung später in die jetzige um und veröffentlichte Ende 2003 auf dem ehemaligen Label von Popstar Madonna, Maverick Records (im Vertrieb von Warner Bros.), auf dem u.a. Alanis Morissette, Deftones, Muse und William Orbit unter Vertrag standen, ihr Debütalbum „Page Avenue“.

Mittlerweile ist das Quintett bei Epitaph Records, das dem Bad-Religion-Gitarristen Brett Gurewitz gehört, unterkommen, wo jetzt auch das inzwischen vierte Studioalbum „The Constant“ erscheint. Dieses wurde wie schon der Vorgänger „The Black Swan“ (2008) von Michael „Elvis” Baskette (u.a. Incubus, Alter Bridge, Cold, Puddle Of Mudd) produziert, wobei sich der Aufnahmeprozess deutlich von dem des dritten Longplayers unterschied. „The Black Swan“ war eine schwere Geburt für die Band, die sich für „The Constant“ nicht wiederholen sollte.

Das Motto lautete Spaß zu haben und spontan zu agieren. So dauerte es nur drei Monate, bis das Album fertig gestellt war – so schnell wie noch nie in der Geschichte von Story Of The Year. Die Songs entstanden erstmalig in einem gemeinsamen Prozess, in den sich jedes Bandmitglied einbrachte. Bloß nicht zuviel nachdenken, die Dinge einfach machen und auf keinen Fall an das große Geld denken. Unter dieser Devise entstanden elf unheimlich melodische Tracks in der stilistischen Schnittmenge aus Punkrock, Metal und Hardcore, die nie um eine gute Hookline verlegen sind.

Diese unerwartete Eingängigkeit, die immer wieder von Brechern wie „Won threw ate“ oder „Eye for an eye“ konterkariert wird, äußert sich in Songs wie dem Midtempo-Opener „The children song“, der charttauglichen Halbballade „Holding on to you” oder dem hymnischen „Time goes on“, die allesamt im US-amerikanischen Rock-Radio gute Chancen haben sollten und sehr gut belegen, warum Story Of The Year einst bei einem Majorlabel unter Vertrag standen. Lediglich einmal treiben es die Amerikaner zu weit. Das ungewöhnlich glatt gebügelte und schmalzig geratene Liedchen „Remember a time“ hätten sich die Jungs absolut sparen sollen.

Mit „The Constant“ legen Story Of The Year ein Rockalbum vor, das sowohl Freunde kerniger Gitarrenriffs als auch den Melodien bevorzugenden Hörer anspricht. Musik für den Mainstream ist dies sicher nicht, wobei Story Of The Year durchaus in der Lage wären, solche Songs zu komponieren. In Anbetracht der poppigen Melodien auf „The Constant“ wird es interessant sein, diese Band weiter zu beobachten. Es wäre nämlich die Erste, die dem Hardcore-Sektor Ade sagt.

Anspieltipps:

  • I’m alive
  • To the burial
  • Ten years down
  • The children song
  • Holding on to you

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