Jason Derulo - Jason Derulo - Cover
Große Ansicht

Jason Derulo Jason Derulo


  • Label: Warner Bros.
  • Laufzeit: 35 Minuten
Artikel teilen:
5/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Ein knackiges 35-Minuten-Album mit unverschämt eingängigen Songs.

Mit Jason Derulo aus dem sonnigen Florida bekommt die internationale R&B-Szene hitverdächtigen Nachwuchs. So erntete bereits die Debütsingle des 20-Jährigen „Watcha say“ – ein Paradebeispiel für Auto-Tune-geschwängerten Sound – Dreifach-Platin und den Nummer-Eins-Slot in den USA. Auch außerhalb Derulos Heimat stieß der eingängige Song auf offene Ohren und bescherte ihm hohe Chartplatzierungen und starke Verkaufszahlen. Kein Wunder, arbeitete der Amerikaner doch schon als Songwriter für Leute wie Birdman, Lil Wayne, Cassie, P. Diddy oder der Girlgroup Danity Kane.

Nach einem halben Dutzend Singles ist Jason Derulo jetzt mit seinem Debütalbum am Start und man merkt als Hörer sofort, dass der Jungspund etwas von seinem Handwerk versteht. Die zehn Tracks auf „Jason Derulo“, die von Labelboss J.R. Rotem (u.a. 50 Cent, The Game, Leona Lewis, Paris Hilton, Ashley Tisdale, Britney Spears) produziert wurden, gehen aufgrund ihrer simplen Machweise sofort ins Ohr und in die Beine. Man nehme dazu griffige 08/15-Beats, schmierige Rummelplatzmelodien, die streckenweise an 90er Jahre Euro-Dance-Trash gemahnen und eine mit Auto-Tune verfremdete Stimme, die sich quäkend dazwischen quetscht und ins gemachte Nest setzt.

Dieses Gemisch kann für die Dauer von drei, vier Songs durchaus Spaß machen, doch bezogen auf die Länge eines gesamten Albums verlieren sich die Songs immer mehr in ihrem gewollten Gleichklang und gehen im wahrsten Sinne des Wortes runter wie Öl. So stellt sich leider schon nach kurzer Zeit Langeweile beim Hörer ein. Denn auch wenn Jason Derulo um einen mehr oder weniger modernen R&B-Sound bemüht ist, reiht er sich mit eben diesem Sound in die lange Liste aktueller R&B-Stars ein, die einen extrem austauschbaren Sound pflegen.

Dadurch ist es am Ende völlig wurscht, ob ein Stück wie z.B. „Blind“ von Leona Lewis oder Jason Derulo gesungen wird, da auch der stimmliche Unterschied im Wust der fetten Produktion eher minimal ist. Das führt zu einem knackigen 35-Minuten-Album mit – zugegeben – unverschämt eingängigen Songs, von denen aber kaum einer richtig hängen bleiben will. Knallig, bunt, leichtverdaulich und am Schluss ganz schön egal – das spricht für keine große Ausbeute.

Anspieltipps:

  • Fallen
  • What if
  • Watcha say
  • In my head

Neue Kritiken im Genre „R&B“
9/10

Fragen Über Fragen
  • 2017    
7/10

A Seat At The Table
  • 2016    
Diskutiere über „Jason Derulo“
comments powered by Disqus