My Glorious - Home Is Where The Heart Breaks - Cover
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My Glorious Home Is Where The Heart Breaks


  • Label: G-Records/Intergroove
  • Laufzeit: 55 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Für den Anfang ist das Debüt unter dem My-Glorious-Banner für das österreichische Trio eine recht ordentliche Visitenkarte.

Aus Wien in Österreich stammt das 2008 gegründete Trio My Glorious, das aus dem gebürtigen Briten Samuel Fischer (Gesang, Gitarre) und den Brüdern Gregor (Bass) und Paul Sailer (Drums) besteht. Bevor die Drei mit My Glorious an den Start gingen, spielten sie bereits sieben Jahre in der Band Fresh, mit der sie ihre ersten Erfahrungen im Musikbusiness sammeln konnten. Diese münden nun in ein Alternative-Rock-Album, das vom Label irgendwo zwischen Coldplay und den Foo Fighters einsortiert wird.

Schöne Idee. Denn mit diesen gewichtigen Koordinaten lassen sich gewiss interessierte Hörer anlocken. Leider führen sie im Fall „Home Is Where The Heart Breaks“ mächtig in die Irre, da My Glorious in ihren Songs weder Coldplays versponnenen BritPop mit Hymnencharakter, noch den zupackenden Hardrock von Herrn Grohls Foo Fighters verarbeiten. Das Trio aus Wien geht in Sachen Songwriting wesentlich progressiver zu Werke, lässt dabei aber wichtige Bestandteile wie groovende Beats und raffinierte Riffs nicht aus („You should be dancing“).

Dass das Ergebnis vom Sound her auch in die Abteilung Garagenrock gesteckt werden kann, ist der knochentrockenen Produktion von Raphael Spannocchi geschuldet. Doch vermutlich ist es genau das, was die rauen Strukturen der Songs benötigen, um ihre ganze Atmosphäre zu entfalten. Trotzdem ist „Home Is Where The Heart Breaks“ beileibe kein Album, das auf Massenwirkung setzt. Dazu sind die Songs bis auf wenige Ausnahmen wie das schmeichlerische „Horse“ nicht eingängig genug. Aber wer auf Gedeih und Verderbe eingängige Musik hören will, muss eben zu Coldplay greifen.

Für den Anfang ist das Debüt unter dem My-Glorious-Banner für das österreichische Trio eine recht ordentliche Visitenkarte. 100%ig überzeugen kann es zwar nicht, aber einige Ansätze sind vorhanden, unter denen der Hörer sich vorstellen kann, wohin die musikalische Reise der Österreicher gehen könnte.

Anspieltipps:

  • Horse
  • Use me
  • Break my heart
  • Blow up the sun
  • You should be dancing

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