Hassliebe - Niemandsland - Cover
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Hassliebe Niemandsland


  • Label: Südpol Records/ALIVE
  • Laufzeit: 54 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
6/10 Leserwertung Stimme ab!

Einfache deutsche Texte, schnittige Modern-Metal-Riffs und punkige Mitgrölrefrains.

Daniel Frisch (Gesang, Bass), Manuel „Kurt“ Gläser (Gitarre, Musik, Texte) und Klaus Müller (Drums) verbindet eine gemeinsame Hassliebe – ihre Band gleichen Namens. Diese legt mit „Niemandsland“ ihr von Jon Caffery (u.a. Die Toten Hosen, Wir Sind Helden, T.V. Smith, 2Raumwohnung) produziertes Debütalbum vor, das mit relativ einfachen deutschen Texten, schnittigen Modern-Metal-Riffs und punkigen Mitgrölrefrains irgendwo zwischen den Böhsen Onkelz und den Toten Hosen einsortiert werden kann. Von daher ist die von dem Trio erfundene Schublade des „Metalpunk“ tatsächlich eine äußerst treffende Selbsteinschätzung, da Hassliebe weder zu 100% Punk noch zu 100% Metal sind. Wie wäre es deshalb, wenn wir es der Einfachheit halber Hardrock nennen?

Wer seine musikalischen Vorlieben in genannter Ecke wieder finden kann, wird mit „Niemandsland“ gewiss viel Spaß haben. Denn Hassliebe legen bereits mit ihrem Debüt ein volles Pfund in die Wagschale. Die Produktion steht der eines Major-Albums in nichts nach und die Songs erfüllen wegen ihrer eingängigen Strukturen zumindest den Sinn, geneigte Hörer auf Anhieb mitzureißen. Dies geht natürlich besonders gut mit fetten Riffsalven („Schwarzer Engel“, „Niemandsland“) und Texten der Marke „Wir müssen zusammenhalten / In guten wie in schlechten Zeiten / Wir dürfen nie an uns zweifeln / Da müssen wir durch“ („Zusammenhalten“) und „Ich möchte lachen, tanzen springen / An diesem wunderschönen Tag / Einfach die Sonne mal genießen / Mit dir liegen im Gras“ („Mit dir“).

Prosa dieser Art erscheint auf den ersten Blick vielleicht banal, funktioniert aber im Hinblick auf die Wirkung der einzelnen Songs außerordentlich gut. Mit Themen wie Liebe, Wut, Sehnsucht, Rebellion und Gesellschaftskritik wissen die Jungs aus Bayern jedenfalls sehr gut, was zu ihrer Musik passt – und sie setzten das Ganze bemerkenswert um. Daniel Frisch kann dabei mit seiner kernigen Stimme punkten, während die Gitarrenarbeit von Manuel Gläser vor allem im Heavy Metal ihr Zuhause hat und dem Hörer ein paar echte Bretter verabreicht. Fazit: „Niemandsland“ ist ein gelungenes Debüt, das alle Freunde harter Klänge anspricht, egal ob Metal, Punk oder Hardrock.

Anspieltipps:

  • Einmal
  • Mit dir
  • Stopp die Zeit
  • Zusammenhalten
  • Schöne neue Welt

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