Tom McRae - The Alphabet Of Hurricanes - Cover
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Tom McRae The Alphabet Of Hurricanes


  • Label: Cooking Vinyl/INDIGO
  • Laufzeit: 42 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Hierzulande immer noch kaum wahrgenommen und wenn dann unterschätzt, wird der britische Singer/Songwriter Tom McRae. Dabei war sein Debüt Album für den Mercury Prize und einen Brit Award nominiert und wurde mit so hochkarätigen Leuten wie Nick Drake, Bob Dylan und Elliott Smith verglichen. Vielleicht schaden solche Vergleiche mehr als sie nutzen, doch Tom McRae wird nicht müde und legt nun sein bereits fünftes Album vor, sein erstes für das Label Cooking Vinyl.

Hat man einmal die Qualitäten Tom McRaes zu schätzen gelernt, sieht man sich fast gezwungen ein jedes seiner Alben zu besorgen. Am vorliegenden „The Alphabet Of Hurricanes“ hat der Künstler während einer zweijährigen Tour durch Europa, Nordamerika und Fernost gearbeitet. Das Reisen und in Bewegung sein hielten seine Lebensgeister wach und animierten ihn zu komponieren. Zu Hause in London hat er dann das Songmaterial ausgewertet, sich via Ebay Instrumente besorgt, eine Band zusammengestellt, um schließlich im Aufnahmestudio die Songs in Form zu bringen.

Die Arrangements seines neuen Albums scheinen noch ausgetüftelter zu sein als auf den vorigen Alben. Phasenweise dürfen wir opulente Bläser- und Streicherarrangements vernehmen, die immer mit Luftig- und Leichtigkeit einhergehen und somit niemals in die Gefahr der Übertreibung laufen. Häufig sorgen anschwellende Steigerungen und eine Laut-Leise-Amplitude für spannungsreiche Kontraste. All dies ist sorgfältig miteinander verwoben, das Eine greift organisch ins Andere. Nicht zuletzt ist es die sanft-weiche Stimme McRaes, die den Songs die emotionale Krone aufsetzt. Manchmal phrasiert er fast seufzend, immer aus vollem Herzen. Bei den versonnen wehmütigen Balladen „Summer Of John Wayne“, Can’t Find You“ und “Fifteen Miles Downriver” bleibt sowieso kein Auge trocken. Ohne weinerlich zu werden, gelingen ihm diese gefühlvollen, traumhaft schönen Songs.

Mit „The Alphabet Of Hurricanes“ breitet Tom McRae seine ganze Emotionsskala in zwölf Songs aus. Dass er auch in der Lage ist Art-Folk-Pop im Geiste King Creosotes zu schreiben verdeutlicht Tom McRae mit „Please“ und „Told My Trouble To The River“. Ansonsten lassen wir die Vergleiche in der Schublade und konzentrieren uns ganz auf den britischen Singer/Songwriter!

Anspieltipps:

  • Summer Of John Wayne
  • American Spirit
  • Please
  • Can’t find You
  • Fifteen Miles Down
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