Bloodlights - Simple Pleasures - Cover
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Bloodlights Simple Pleasures


  • Label: Silversonic/H'ART
  • Laufzeit: 35 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit ihrem Zweitwerk „Simple Pleasures“ knüpfen die Bloodlights nahtlos an ihr Debüt an.

Nach dem Ende seiner ehemaligen Band vergnügt sich Ex-Gluecifer-Gitarrist Captain Poon seit dem Jahr 2006 mit seinem neuen Projekt Bloodlights. Im November 2007 legte die vierköpfige Band ihr nach sich selbst benanntes Debütalbum vor, das musikalisch zwar nicht an die Glanztaten früherer Tage, Ende der 90er Jahre, heranreichen konnte, als Bands wie The Hellacopters, Backyard Babies, Turbonegro und eben Gluecifer die europäische Rockszene entscheidend prägten, aber dennoch für Spaß und Kurzweil sorgte.

Mit ihrem Zweitwerk „Simple Pleasures“ knüpfen die Bloodlights nahtlos an ihr Debüt an, indem sie wiederum eine Sammlung herrlich eingängiger Songs zwischen Sleaze-, Punk- und Garagenrock vorlegen. Innovationspreise lassen sich damit heuer nicht mehr gewinnen, aber bei den elf Kick-Ass-Songs steht eindeutig der Spaß an der Freude im Vordergrund. Also ist es vollkommen wurscht, ob man die eine oder andere Hookline schon mal gehört haben könnte. Darüber hinaus präsentieren sich Captain Poon (Gesag, Gitarre), Howie B. (Gitarre), Ron Elly (Bass) und Nico von Schäfer (Drums) erstmals als echte Bandeinheit, nachdem die Bloodlights anfänglich noch starken Projektcharakter besaßen.

Jetzt sind die Jungs hörbar als Band zusammengewachsen und lassen es etwas mehr als eine halbe Stunde lang ordentlich krachen. Im Schnitt brauchen die Norweger kaum mehr als drei Minuten pro Song, was vorwiegend der unbändigen Energie der Songs geschuldet ist. Von Beginn an treten die Bloodlights mächtig aufs Gas („Blasted“), lassen sich dabei von den Rolling Stones („City of the dead“), Motörhead („Off the track“) und Thin Lizzy („Wipe it off“) inspirieren und achten stets darauf, dass die Songs für den größtmöglichen Fun-Faktor so simpel wie möglich gehalten sind. Damit machen die Bloodlights dem Titel ihres Zweitwerks alle Ehre.

Im Mittelteil des Albums hilft sogar noch ein alter Bekannter am Mikro aus: Nick „Royale“ Andersson von den Hellacopters, der „Never built to last“ und „Perfect but the opposite“ als Gastsänger veredelt. Das ergibt unterm Strich ein mehr als solides Gute-Laune-Rockalbum, mit dem sich sowohl Stadien als auch kleine Partys ohne Stimmungsverluste beschallen lassen.

Anspieltipps:

  • Blasted
  • Off the track
  • Ultimate high
  • Simple pleasures
  • Perfect but the opposite

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