Taking Dawn - Time To Burn - Cover
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Taking Dawn Time To Burn


  • Label: Roadrunner/WEA
  • Laufzeit: 40 Minuten
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6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

„Las Vegas is represented by The Killers and Panic At The Disco. There is no real rock ’face’ anymore” gesteht Chris Babbitt, der sein bisheriges Lebens in der Glitzermetropole im amerikanischen Bundesstaat Nevada verbracht hat. Gemeinsam mit Mikey Cross (Gitarre), Andrew Cushing (Bass) und Alan Doucette (Schlagzeug) will der Gitarrist und Sänger nun ein Zeichen setzen und der sündigen Stadt mit seiner Band Taking Dawn ein Denkmal setzen. Geschehen soll dies mit „Time to burn“, einem vor Energie und Kraft strotzenden Manifest an durchschlagenden Riffs und Hooklines, gemischt mit einer ordentlichen Portion Glam Rock und ordentlich dicken Eiern in der Hose.

Wuchtig geht es dann gleich im Titeltrack los, wo Mötley Crüe grüßen lassen und die Zeile „Let me hear you sing halle-fucking-lujah“ so schön beknackt ist, dass man den Jungs ihre abgebrühte Attitüde direkt abkaufen würde, wäre „Like a revolution“ nicht ein zahnloser Aufguss alter 80er Jahre-Werte, die 2010 nicht nur etwas fehl am Platz wirken, sondern auch qualitativ hinter den Möglichkeiten des Las Vegas-Vierers bleiben. Doch was solls? Taking Dawn wollen gar nicht erst versuchen alte Tugenden oder Klischees abzulegen, sie nehmen jaulende Gitarren, ein stampfendes Schlagzeug und schöpfen in punkto Melodien stets aus dem Vollen, sodass jegliche Bedenken an der Notwendigkeit der Musik kaum aufkommen. „Time to burn“ macht nämlich verdammt noch mal Spaß und die Jungs haben eine spitzbübische Freude daran die Saiten rauchen zu lassen, selbst wenn das Ergebnis an eine Durchschnittsnummer wie „So loud“ verkauft wird.

Dafür kracht es in der fetzigen Hymne „Fight ´em with your rock“, „Never enough“ ist hart rockendes Songwriting allererster Sahne, „The chain“ erfreut sich als aufgebretzeltes Fleetwood Mac-Cover bester Laune und mit ein wenig Nickelback erprobtem Pathos („Close your eyes“) klingeln auch die Kommerzglocken ganz schön laut. Viel mehr lässt sich über Taking Dawns Debüt dann auch nicht sagen, denn „Time to burn“ ist vorrangig leichte Kost, das sich jeglicher tiefschürfenden Auseinandersetzung erfolgreich widersetzt und genau deswegen ein gern gesehener Gast im CD-Spieler sein wird. Kurz gesagt: Ein „guilty pleasure“, bei dem das Vergnügen an erster Stelle steht.

Anspieltipps:

  • Godless
  • Never Enough
  • Take Me Away
  • Fight ´Em With Your Rock

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