Dead Confederate - Wrecking Ball - Cover
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Dead Confederate Wrecking Ball


  • Label: Naive/INDIGO
  • Laufzeit: 45 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Im Jahr 2006 hatten es fünf Freunde aus Atlanta, Georgia satt eine Jam-Band zu sein, die auf der Stelle tritt. Also zogen sie um nach Athens, Georgia, ließen sich die Haare wachsen und gingen ernsthaft ans Musikmachen heran. Sie nannten sich Dead Confederate und in Hardy Morris und Brantley Senn entwickelten sich zwei ausgezeichnete Songwriter. Der Capitol Records Boss Gary Gersh hörte ein Demo und nahm sie auf sein Label The Artist Organization, wo 2008 ihre Debüt-EP veröffentlicht wurde. Von nun ging’s bergauf. Sie spielten auf einer Bühne mit Black Lips und Deerhunter. Nach einem Auftritt vor R.E.M. bei den South By South West 2008 waren sie in aller Munde und das zurecht.

Mit dem Produzenten Mike McCarthy (Spoon, Trail Of Dead) nahmen sie ihr Debüt-Album „Wrecking Ball“ auf, das 2008 veröffentlicht wurde. Es folgten Auftritte mit Dinosaur Jr und A Place To Bury Strangers. 2009 wurde „The Rat“ in den USA ein Top 40 Hit. Es war also an der Zeit, dass das Album (via Naive/Indigo) nun mit drei Bonustracks in die restliche Welt hinausgeschickt wird.

Und die Welt hätte einiges versäumt, denn die fünf US-Boys nageln hier ein vielschichtiges Rock-Brett in das noch junge Jahrzehnt. Viele sprechen schon von einem Grunge-Revival, wenn es denn so klingt wie „Wrecking Ball“, dann bitte mehr davon! Grunge mag das Grundgerüst des Albums sein, hinzu kommt eine Portion Stoner Rock, ein paar Anteile Alternative-, Space- und Indie-Rock, schließlich alles mit einer Brise Americana und Pop-Melodien überzuckert.

Was Dead Confederate spielen ist noch nichts Besonderes, entscheidend ist das Wie. Sie können Songs schreiben und rocken und sie beherrschen ihre Instrumente ohne damit zu prahlen. Auf „Wrecking Ball“ wurden die Ecken und Kanten nicht wegpoliert, da ist noch Dreck unter den transparent lackierten Fingernägeln, sprich: die Songs wurden mit einer Klarheit produziert, die dennoch nicht aufgesetzt wirkt. Mike McCarthy ist dieser Produktions-Spagat gelungen. Ein Rädchen greift hier ins andere und man staunt immer wieder aufs Neue wie gut das Album funktioniert. Selbst das 12-minütige „Flesh Colored Canvas“ überzeugt auf der ganzen Linie. Wer Bands wie Nirvana, Screaming Trees, Mudhoney, My Morning Jacket, Pink Floyd oder Queens Of The Stone Age im Plattenschrank stehen hat und wissen möchte wie diese Bands wohl gemeinsam klingen, der sollte hier zugreifen.

Anspieltipps:

  • Heavy Petting
  • The Rat
  • Start Me Laughing
  • Flesh Colored Canvas
  • Wrecking Ball
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