Cheryl Cole - 3 Words - Cover
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Cheryl Cole 3 Words


  • Label: Polydor/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Die Engländerin Cheryl Cole (26) kennt man als Sängerin der gecasteten Girlgroup Girls Aloud, die im Vereinigten Königreich zu den erfolgreichsten Vertreterinnen des Genres zählt und als (Noch-)Ehefrau des Premiere-League-Fußballers Ashley Cole (29) vom FC Chelsea. Im vergangenen Jahr beschlossen Girls Aloud eine Pause einzulegen, die die fünf Mädels für Soloprojekte nutzen wollten. Cheryl Cole holte sich daraufhin Will.I.Am von den Black Eyed Peas als Co-Songwriter, Duettpartner und Executive Producer für ihr erstes Soloalbum „3 Words“ ins Boot. Das Album erschien Anfang November 2009 in England und brachte inklusive des inzwischen zwei Jahren alten Titels „Heartbreaker“ bis dato vier Top-10-Singles im UK hervor.

Im Fahrwasser der gelungenen Single „Fight for this love“ erscheint „3 Words“ nun auch hierzulande und muss beweisen, dass das Girls-Aloud-Phänomen nicht auch auf die Solokarriere von Cheryl Cole zutrifft. Denn während die Girlgroup in ihrer Heimat der absolute Straßenfeger ist, tun sich die Mädels außerhalb des Vereinigten Königreich schwer, ein Bein auf den Boden zu bekommen. Mit dem Songmaterial auf „3 Words“ könnte Cheryl Cole als Solokünstlerin den Spieß erstmals umdrehen.

Die 26-Jährige konnte bei der Albumproduktion auf Songwriter wie Steve Kipner (Christina Aguilera, Kelly Rowland, Natasha Bedingfield) und Ingrid Michaelson sowie auf die Produktionskünste eines Will.I.Am zurückgreifen. Das wirkt sich positiv auf das Klangbild des Longplayers aus, der nicht mit abgestandener britischer Popmusik von der Stange daherkommt, sondern eine an US-Sounds angelehnte Ausrichtung aufbietet. Dazu wurden nicht nur Samples von „Nevermore“ (Renaldo Domino) in „Happy hour“ und „Little lies“ (Fleetwood Mac) in „Boy like you“ benutzt, die den Songs ordentlich auf die Sprünge helfen, sondern auch eine wuchtigere Beat-Grundlage ausgebreitet.

Damit werden sowohl die Anforderungen an ein modernes Popalbum, als auch an die Verwertbarkeit im Radio erfüllt, wobei auch hier gilt: „3 Words“ ist kein Überflieger, aber solide Unterhaltung, die besser fruchtet als die von Girls Aloud.

Anspieltipps:

  • Stand up
  • Parachute
  • Happy hour
  • Boy like you
  • Fight for this love

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