Goldfrapp - Head First - Cover
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Goldfrapp Head First


  • Label: Mute/EMI
  • Laufzeit: 38 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer gelungenen 80er Retro-Synth-Pop hören möchte, greift eher zu Hurts „Happiness“.

Wenn man sich den Ruf ein innovatives Musikduo zu sein, hart erarbeitet hat, scheint das für die Ewigkeit so zu bleiben. Goldfrapp tummeln sich seit den 90er Jahren im Musikgeschäft und haben eine Art von Electro-Pop etabliert, der ja heutzutage so angesagt ist. Wenn diese Band nun zufällig auf ihrem neuesten Werk eine Art 80er-Jahre-Synthie-Pop zelebriert, loben die Kritiker die CD fast schon überschwänglich. Warum eigentlich? Katy Perry und viele andere werden böse verdammt, weil sie Musik machen, die Hörspaß bringt, aber so schnell vergessen werden wie eine Seifenblase, doch Goldfrapp thronen anscheinend da drüber.

Alison Goldfrapp und Will Gregory präsentieren mit „Rocket“ einen derartigen Ohrwurm zu Beginn, dass dieser Song mit seiner sommerlich leichten Melodie und seiner offensichtlichen Hitgarantie schon die Bewertung positiv beeinflussen wird. Doch in früheren Zeiten war Goldfrapp angeblich ihre Kunst und nicht die Charts wichtig oder ist das eher Zufall?

Die Tracks pendeln zwischen „superfederleicht und sofort wieder vergessen“, „Believer“ oder „Alive“ als Beispiel, oder sie geben einem mit dem durchaus gelungenen „Voicething“ ein einziges Zuckerl, welches endlich einmal die Experimentierfreude der beiden Musiker in Sachen Electropop illustriert und die Möglichkeiten von am Computer entstandenen Beats demonstriert. Ansonsten regieren oberflächliche und eher seichte Klänge für die Musikerkollegen abgestraft werden und das verstehe wer will. Auch wenn man zugeben muss, dass die Stimme von Alison Goldfrapp einiges wettmacht, bleibt es doch sehr durchschnittliche Keyboard-Kost. Wer gelungenen 80er Retro-Synth-Pop hören möchte, greift eher zu Hurts „Happiness“.

Anspieltipps:

  • Rocket
  • Voicething

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