Ludacris - Battle Of The Sexes - Cover
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Ludacris Battle Of The Sexes


  • Label: Def Jam/UNIVERSAL
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4/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

Seit über zehn Jahren ist der Südstaaten-Rapper Christopher „Ludacris” Bridges (32) nun schon im Biz und seit seinem Independent-Debütalbum „Life Begin“ (1999) ist im Prinzip kein Jahr mehr vergangen, in dem die HipHop-Welt auf ein neues Ludacris-Album verzichten musste. Angekommen im Jahr 2010 ist dies auch nicht anders und der Rapper schickt mit „Battle Of The Sexes“ seinen siebten Longplayer ins Rennen – Re-Releases nicht mitgezählt. Darauf setzt sich der Rapper zusammen mit diversen Gästen wie Ne-Yo, Flo Rida, Monica, Lil’ Kim und Eve mit dem Kampf der Geschlechter auseinander. Das ist thematisch zwar nichts Neues, aber wenn’s dem 32-Jährigen Spaß macht, warum nicht?

In „How low“, dem ersten (Auto-Tune-verseuchten) Track des Albums, fragt der US-Rapper „How low can you go?“ in die Runde. Bezogen auf die typischen Dirty-South-Bass-Sounds kann die Antwort nur lauten: Es geht immer noch tiefer! Da hilft nur ein guter Schallschutz oder tolerante Nachbarn, denn den Tieftönern wird durch das derbe Wummern alles abverlangt. Aber genau das bringt wenigstens etwas Spaß in die Songs, die selten durch außerordentliche Relevanz glänzen und vor allem inhaltlich platt wie Flundern daherkommen.

So ist „Sex room“ ein zigfach gehörter R&B-Schmachtfetzen im R.-Kelly-Stil, der auch in deutlich schärferer Form („Feelin’ so sexy“) oder als Duett mit R&B-Star Monica Arnold nicht viel besser ausfällt („Can’t live with you“). Unterm Strich ist es halt immer die gleiche Soße: Welche Bitch und welcher Nigger hat’s im Bett am besten drauf. Doch muss das irgendjemand interessieren? Eher nicht! So ist „Battle Of The Sexes“ am Ende nur ein fett produziertes Nichts, das sowohl musikalisch als auch inhaltlich mehrheitlich kalter Kaffee ist.

Anspieltipps:

  • Sexting
  • How low
  • B.O.T.S. Radio
  • Can’t live with you
  • I know you got a man

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