Justin Bieber - My Worlds - Cover
Große Ansicht

Justin Bieber My Worlds


  • Label: Island/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 68 Minuten
Artikel teilen:
7/10 Unsere Wertung Legende
5.1/10 Leserwertung Stimme ab!

„My Worlds“ ist beleibe kein Meisterwerk, aber eine meisterlich produzierte Hit-Maschine.

Mit „My World“ wurde Ende vergangenen Jahres das Debütalbum des erst 15jährigen Kanadiers Justin Bieber ins Rennen geschickt. Die Songsammlung schlug sich mit Top-10-Platzierungen u.a. in England, Kanada und Amerika, wo sich das Album über eine Million Mal verkaufte, durchaus beachtlich, so dass bereits für Ende März 2010 der Nachfolger „My World 2.0“ angekündigt wurde. Unter Vertrag steht der Jungstar aus der Kleinstadt Stratford, Ontario bei dem Joint-Venture-Label RBMG von R&B-Superstar Usher, Produzentenlegende Antonio „L.A.“ Reid und Biebers Manager Scott „Scooter“ Braun.

Für den deutschen und europäischen Markt werden beide Alben unter dem Titel „My Worlds“ zusammengefasst und in Anlehnung an den baldigen VÖ-Termin von „My World 2.0“ in einem Rutsch auf den Markt gebracht. Das ist zwar für den „My World“-Käufer irgendwie doof, aber so ist nun mal der Markt. Und dieser lechzt förmlich nach dem Nachwuchssänger, der musikalisch keine Quantensprünge präsentieren kann, aber aufgrund seines jungen Alters einen gewissen Sensationsbonus mitbringt.

So fällt auf Anhieb die ausgeprägte kindliche Stimme des Interpreten auf, die ganz erstaunlich mit den modernen R&B-Sounds auf „My Worlds“ harmoniert. Auch wenn es weit hergeholt sein mag, aber dies erinnert an den blutjungen Michael Jackson, der schon in jungen Jahren den Motown-Soul wie ein alter Hase interpretierte. An vielen der 18 Tracks auf „My Worlds“ hat Justin Bieber als Songschreiber mitgewirkt. Auch das ist bemerkenswert, denn echte Ausfälle gibt es nicht zu verzeichnen. So verwundert es nicht, dass sich Top-Leute wie Ludacris, Usher, Sean Kingston und die ebenfalls erst 14jährige Jessica Jarrell um Duette mit dem Kanadier gerissen haben.

Mit Songs wie „One time“, „Down to earth“, „Bigger“, „One less lonely girl“, „Baby“ oder auch „Stuck in the moment“ legt Justin Bieber ein absolut hitverdächtiges Bündel poppiger R&B-Songs vor, die mit ihrer unverkrampften locker-flockigen Machweise sofort ins Ohr gehen. Das macht Freude und kann überraschen. Denn was der nun 16-Jährige und seine Produzenten z.B. in „Love me“ aus dem Cardigans-Hit „Lovefool“ machen, ist schon eindrucksvoll.

Fazit: „My Worlds“ ist beleibe kein Meisterwerk, aber eine meisterlich produzierte Hit-Maschine sowohl für den US- als auch für den europäischen Markt, bei der es einfach Spaß macht zuzuhören, wie der gerne mal recht langweilige US-R&B einen jugendlich-poppigen Anstrich erhält.

Anspieltipps:

  • Baby
  • Love me
  • Overboard
  • Down to earth
  • Stuck in the moment

Neue Kritiken im Genre „R&B“
9/10

Fragen Über Fragen
  • 2017    
7/10

A Seat At The Table
  • 2016    
Diskutiere über „Justin Bieber“
comments powered by Disqus