OneRepublic - Waking Up (Deluxe Edition) - Cover
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OneRepublic Waking Up (Deluxe Edition)


  • Label: Interscope/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 71 Minuten
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4.5/10 Unsere Wertung Legende
4.7/10 Leserwertung Stimme ab!

Nach nunmehr zwei Studioalben von OneRepublic weiß der geneigte Hörer: bei dieser Gruppe reicht es vollkommen aus, wenn man sich die jeweiligen Singleauskopplungen „besorgt“. Diese „knallen“ richtig gut und gehen sofort ins Ohr. Was auf dem Debüt „Dreaming Out Loud” (12/2007) u.a. von „Apologize“ und „Stop and stare“ übernommen wurde, traf bei Album Nummer zwei, „Waking Up“ (11/2009), auf die Ohrwürmer „Secrets“ und „All the right moves“ zu.

Über den inhaltlichen Rest beider Alben breitete man danach besser den Mantel des Schweigens aus. Denn auf die Dauer eines ganzes Longplayers kann der zuckersüße Sound von OneRepublic-Mastermind Ryan Tedder schon mächtig auf den Keks gehen. Aber so ist das ja meistens, wenn jemand einen „neuen“ Sound entdeckt und diesen dann Stück für Stück zu Tode reitet. Das weiß ein Timbaland genauso wie The Neptunes oder ein Dieter Bohlen, um auch mal vor der eigenen Haustür zu kehren. Der Spaß geht eine zeitlang gut und dann ist der Ofen aus, zumal Ryan Tedder nicht nur für den Fünfer aus Colorado schreibt, sondern seine Songs auch an Kolleginnen und Kollegen wie Leona Lewis, Beyoncé, Backstreet Boys, Kelly Clarkson und Jordin Sparks weiterreicht.

Plötzlich schwappt aus dem Radio nur noch eine gleich klingende Suppe, vor der man als Hörer irgendwann nur noch davonlaufen möchte. Aber sei’s drum. Noch scheint dem Publikum zu gefallen, was Ryan Tedder bzw. OneRepublic abliefern. Grund genug, um allen Erstkäufern von „Waking Up“ einen fiesen Tritt zu verabreichen, indem man die CD drei Monate nach der Veröffentlichung als aufgebrezelte Deluxe Edition noch einmal ins Rennen schickt.

Der Lohn für den späten Käufer (oder auch Zweitkäufer, worauf die Plattenfirma evtl. spekuliert) besteht aus zwei Bonus Tracks, die an das Originalalbum geklatscht wurden („Sleep“ und „Shout“, ein Cover des Tears-For-Fears-Hits aus dem Jahr 1984) sowie aus einer Bonus-CD, auf der neben einem halbstündigen „Making Of“ zum Album noch einmal vier zusätzliche Songs angeboten werden. Und machen wir uns nichts vor, auch hier zeigt Ryan Tedder sein Händchen für eingängige Melodien und einschmeichelnde Harmonien. Da gibt es das von schönen Pianoklängen getragene „Passenger“, die mit akustischen Gitarren veredelte Ballade „It’s a shame“ und den beschwingten Groover „Sucker punch“. Aber dann reicht es auch schon wieder, denn zusammen mit den übrigen Tracks erreicht die Spielzeit die 70-Minuten-Marke, was eindeutig zuviel des Guten ist.

Anspieltipps:

  • Shout
  • Secrets
  • Sucker punch
  • All the right moves

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