Crookers - Tons Of Friends - Cover
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Crookers Tons Of Friends


  • Label: Ministry Of Sound
  • Laufzeit: 70 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
6.3/10 Leserwertung Stimme ab!

Rauchschwaden, Lichtgewitter, Alkohol und angesagte Klamotten, wie Sounds. Die Welt der Crookers ist der Dancefloor. Mit ihrer elektronischen House/HipHop-Mischung treffen sie offensichtlich den Nerv der jetzigen Saison. Viel Elektrogequietsche und mehr als 20 Gäste auf 20 Tracks verteilt. Wer hier nach Beständigkeit sucht, wird nicht fündig, abgesehen von der Bezeichnung des Genres. Es handelt sich bei „Tons Of Friends“ mehr um eine Ansammlung von Singles, als um ein eigenständiges Album. Das soll jedoch niemanden stören, denn so muss für einen abwechslungsreichen Abend nicht allzu oft die Scheibe gewechselt werden.

Die Bandbreite ist über 70 Minuten verteilt wirklich enorm. Neben Ausschussware, die durch überholte Strukturen auffallen („No Security“, „Park The Truck“ und viele andere…), gibt es robuste Alltagsware und auch ein paar interessante Einschübe, wie den Opener, „Cooler Couleur“ oder „Hip Hop Changed“. Allesamt Lieder, die es schaffen, das Adrenalin steigen zu lassen, ohne dass es nervig durchs Wohnzimmer quietscht. Überhaupt wird es interessanter, wenn ein paar südliche Klänge eingeschoben werden („Brithday Bash“) und doch herrscht letztendlich dieses Gefühl, dass die Lieder nicht wirklich zusammen gehören. Es könnte sich auch um einen NFS-Soundtrack handeln.

Fans der Sparte werden natürlich ihre Freude haben, aber selbst diese, werden auf knapp die Hälfte der Songs verzichten können. Entweder greift man auf das Original zurück oder es vergeht einem einfach die Lust an diesem Wirrwarr, welches sich oft zu sehr reduziert, um als neues Werk und nicht nur als billiger Remix verstanden zu werden. Nur wenige Songs schaffen es, wie „Remedy“ so zu überzeugen und nicht auf Dauer zu nerven. Der Rest kann getrost unter wummernden Bässen verschwinden. Das kann nicht Zielsetzung für ein so angesagtes Gespann wie die Crookers sein. Letztendlich bleibt jedoch festzuhalten, dass sich die Jungs ihren Namen gemacht haben und der Erfolg nicht ausbleiben wird, obwohl die Leistung weit hinter wahren Könnern des Genres liegt.

Anspieltipps:

  • Remedy
  • Arena
  • Cooler Couleur

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