Opensouls - Standing In The Rain - Cover
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Opensouls Standing In The Rain


  • Label: Jakarta/Groove Attack
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
7/10 Leserwertung Stimme ab!

Das Soul-Pop-Septett Opensouls aus Neuseeland legt mit „Standing In The Rain” sein zweites Album nach dem Erstlingswerk „Kaleidoscope” (2006) vor, an dem die Band fünf Jahre gearbeitet hatte. Diesmal ging es einen Tick schneller und für „Standing In The Rain” hat sich die Band um Sängerin Tyra Hammond ein besonderes Konzept ausgedacht: Die Neuseeländer wollten das Gefühl des amerikanischen R&B und Soul der 60er Jahren einfangen, was ihnen unter der Regie von Produzent Jeremy Toy auch ganz passabel gelungen ist.

Mit luftig-leichten Songs und einer angenehm warmen Produktion bezirzen Opensouls das Soul affine Publikum mit Songs, die auch in der legendären Motown- bzw. Stax-Ära entstanden sein könnten. Unter dem Einsatz von Bläsern, Streichern und funkigen Bass-Grooves wird so eine authentische Atmosphäre geschaffen, die dem einen oder andern eventuell eine Spur zu kantenlos sein könnte, weil die Songs zu sehr auf Schönklang aus sind. Dennoch ist das Album als Ganzes eine stimmige und harmonische Angelegenheit.

Es lässt sich zwar schwer behaupten, dass die Neuseeländer was das Komponieren ihrer Songs eine eigene bzw. besonders auffällige Handschrift an den Tag legen, aber im Gegensatz kann der Band auch nicht vorgeworfen werden, sich bei anderen Künstlers des Genres unerlaubt zu bedienen. Der Sound von Opensouls ist eben ganz einfach als klassisch oder auch traditionell zu bezeichnen, was positiv gewertet werden darf. Es ist aber auch klar, dass es mehr jugendlicher Elan, z.B. wie bei Joss Stone zu hören und zu sehen ist, den Neuseeländern nicht schlecht täte. Aber was nicht ist, kann ja noch werden, denn es soll ja durchaus Bands geben, die das mit dem Schwung erst noch lernen müssen.

Anspieltipps:

  • Wark away
  • Blind to see
  • Telephone song
  • Leave the light on

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