The Twang - A Guide To Modern Country Living - Cover
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The Twang A Guide To Modern Country Living


  • Label: Countryfied/INDIGO
  • Laufzeit: 59 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.9/10 Leserwertung Stimme ab!

Mit ihrem vierten Album in elf Jahren meldet sich die im Jahr 1998 gegründete, neben The BossHoss und Texas Lightning wohl bekannteste deutsche Countryband The Twang zurück und bleibt auch auf „A Guide To Modern Country Living“ ihrer eingespielten Erfolgsformel treu: Das Sextett „countryfiziert“ wie gehabt allseits bekannte Pop-, Rock-, R&B-, Metal- und HipHop-Tracks aus den Geschichtsbüchern der Musik bzw. schnappt sich nagelneue Stücke aus den Charts, um ihnen den Skalp vom Schädel zu ziehen.

16 an der Zahl wurden für das aktuelle Werk in den The-Twang-typischen Honkytonk-Mantel gesteckt, was grundsätzlich Spaß macht, aber wie schon auf den drei Vorgängern nicht durchgängig funktioniert. So verliert ein spritziger Popsong wie „I kissed a girl“ (Katy Perry) als Midtempo-Country-Schunkler einfach an Pepp und Esprit und gerät zu einer belanglosen Nummer, während der zynisch-düstere Amy-Winehouse-Kracher „Rehab“ überraschend gut als Countrysong funktioniert.

Prinzipiell ist die Auswahl der gecoverten Songs – neben einigen üblichen Verdächtigen wie „Ride like the wind“ (Christopher Cross), „Beat it“ (Michael Jackson) oder „A whiter shade of pale“ (Procol Harum) – als gelungen zu bezeichnen, weil es durchaus Mut abverlangt, sich gewissen Stücken im Countryformat zu nähern. Und selbst wenn die countryfizierten Versionen von „Breaking the law“ (Judas Priest), „Space lord“ (Monster Magnet) oder „Brothers in arms“ (Dire Straits) am Ende nicht mehr viel mit dem Charakter der Originale zu tun haben, ist es zumindest ein anregendes Vergnügen, den Neuinterpretationen von Hank Twang (Gesang), The Marshall (Gitarre), Beano Van Twang (Gitarre), Reverend Al Twang (Gitarre, Banjo, Strumstick), Randy Twang (Bass) und A.K. Twang (Drums) zu lauschen. Deshalb ist anzunehmen, dass „A Guide To Modern Country Living“ auch Nicht-Countryfans gefallen könnte, die sich dafür interessieren, was aus den Gassenhauern anderer Musikgenres gezaubert, Verzeihung, countryfiziert wurde.

Anspieltipps:

  • Hello
  • Rehab
  • Genghis Khan
  • Just a Gigolo

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