Neck - Come Out Fighting! - Cover
Große Ansicht

Neck Come Out Fighting!


  • Label: Golf Records/CARGO
  • Laufzeit: 50 Minuten
Artikel teilen:
6.5/10 Unsere Wertung Legende
5.6/10 Leserwertung Stimme ab!

Wer The Pogues vermisst und als Ersatzdroge nicht andauernd die Dropkick Murphys oder Flogging Molly hören möchte, bekommt hier eventuell eine Alternative geliefert: Neck. Dabei handelt es sich um eine in London ansässige sechsköpfige Irish-Folk-Punkband, die mit „Come Out Fighting!” nach „Sod 'Em & Begorrah“ und „Heres Mud In Yer Eye“ ihr mittlerweile drittes Studioalbum auf den Markt bringt.

Sänger und Gitarrist von Neck ist keiner Geringerer als Leeson O’Keeffe, der einigen möglicherweise aus Shanon MacGowan’s Band The Popes bekannt sein könnte. Um ihn herum scharen sich Brendan Hartley (Bass), Sara-Lou Bowrey (Whistle, Gesang), Liam Maher (Banjo), Kieran Power (Drums) und Seamus Mulready (Fiddle). Gemeinsam stellen sie eine der besseren Irish-Folk-Punkbands – nämlich eine, die auch Abwechslung bietet und nicht über die gesamte Länge eines Albums das Gaspedal durchtritt.

Doch zu Beginn legen auch Neck los wie die Feuerwehr und präsentieren ein Bündel aus vier partytauglichen Songs, die auch ohne einen amtlichen Promillegrad zum gepflegten Mitgrölen einladen. Die markanten Klänge von Whistle und Fiddle werden dabei von E-Gitarrenriffs in den Schwitzkasten genommen, während Leeson O’Keeffe als Sänger in bester Shanon-MacGowan-Manier röhrt. Das sorgt für den notwendigen Spaßfaktor, den Alben wie diese brauchen.

Mit dem wunderschönen „The homes of Donegal” nehmen Neck erstmals das Tempo raus und beweisen auch später mit „I’ll still be blue over you“, dass eine gefühlvolle Seite ein wichtiges Element im Irish-Folk-Punk ist. In wüsten Nummern wie „Ourselves alone“ und „Always upsettin' somebody“ gehen die Irish-Folk-Wurzeln dagegen fast schon unter, weil Fiddle und Whistle kaum gegen das punkige Geschrote ankommen.

„Come Out Fighting!” ist mit leichten Abstrichen in Bezug auf die schwachbrüstige Indie-Produktion, das Fehlen eines echten Hits in Pogues-Manier sowie der Tatsache, dass hier Songs verwendet wurden, die bereits auf den beiden Vorgängern zu hören waren, ein gutes Album geworden, das vor allem als Partybeschallung taugt und für Genrefans mindestens ein kleines Muss darstellt.

Anspieltipps:

  • Hello Jakey!
  • McAlpines Fusiliers
  • The homes of Donegal
  • I’ll still be blue over you
  • I turn my face to the four winds

Neue Kritiken im Genre „Punkrock“
Diskutiere über „Neck“
comments powered by Disqus