Wicked Temptation - Seein´ Ain´t Believin´ - Cover
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Wicked Temptation Seein´ Ain´t Believin´


  • Label: Fastball/Sony Music
  • Laufzeit: 48 Minuten
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5/10 Unsere Wertung Legende
5.8/10 Leserwertung Stimme ab!

Keep on rocking! Ein Spruch fürs Poesiealbum unter allen, die schon einmal in die Saiten gehauen haben. Jeder kann sich eines der vielen Sub-Genres der Rockmusik heraussuchen und nicht wenige werden auch heute noch beim Classic-Rock fündig und spielen, was das Zeug hält, wie es schon Judas Priest und Dio pflegten. Auch deutsche Bands treten heute gerne in die großen Fußstapfen von Ozzy und Co. Hardrock und Heavy der alten Schule sind immer noch bei vielen Leuten in und Metallica, sowie AC/DC sei Dank, handelt es sich um durchaus große Audienz der sich der Hardrock momentan erfreut. So wollen Wicked Temptation zeigen, dass auch sie würdige Jünger dieser beliebten Musikrichtung sind. Dafür dass Peter Wagner, Dirk Hackenberg und Marc Herrmann erst nur eine Coverband werden wollten, machen sie ihre Sache auf „Seein’ Ain’t Believin’“ auch wirklich gut.

Ja, der Gesang klingt mittelmäßig, die Arrangements klingen allzu bekannt, aber nicht geklaut und unter fünf Minuten läuft nicht allzu viel. Wicked Temptation versuchen gar nicht erst zeitgemäß zu wirken. Sie wollen der glorreichen Vergangenheit Tribut zollen. Lange und ausgedehnte Gitarrensoli, eingängige Songstrukturen und eine grobe Produktion. Alte Tugenden und absichtliche Fehler stehen hier auf der Speisekarte und bilden Hausmannskost, der man kaum bis gar nicht anmerkt, dass sie aus Deutschland kommt. In dieser Hinsicht kann man Wicked Temptation absolut keinen Vorwurf machen. Der Haken liegt eher dabei, dass die Band es nicht schafft, richtig große Melodien zum Leben zu erwecken. Lieder wie „Money“ und „Magic“, sowie auch der breite Rest des Albums legen als Vorprogramm für die Großen zwar gut los, doch es fehlt das Quäntchen Qualität, dass die Band selbst zum Höhepunkt macht.

Das Gefühl, dass es sich bei Wicked Temptation um eine Band handelt, die man im kleinen Club beobachtet oder als Freund des besten Freundes des Cousins mal auf einem Konzert landet, lässt sich nie so ganz abschütteln. Eigentlich tut man der Band damit Unrecht, denn einige Lieder haben wirklich formidable Solis vorzuweisen, ein Kernstück des Hardrock, wie man weiß. Was soll man also mit dieser Band machen, die in der richtigen Stimmung für ordentlich Laune sorgt, letztendlich aber mehr als dankbar durch die großen Namen des Genres ersetzt werden kann. Ohne undankbar zu klingen, ist Wicked Temptation nicht in der Lage eine Spannweite zu erreichen, wie es dieses Genre hergibt. Damit ist das Endergebnis leider lediglich als durchwachsen zu betrachten und es bleibt abzuwarten, inwiefern sich die deutschen Rockanhänger noch steigern können, um die eigene Anhängerschaft zu vergrößern.

Anspieltipps:

  • Hellraiser
  • Magic
  • Hard To Take

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