The John Butler Trio - April Uprising - Cover
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The John Butler Trio April Uprising


  • Label: Jarrah Records/WEA
  • Laufzeit: 60 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.2/10 Leserwertung Stimme ab!

Im Jahr 1998 gründete der Wahl-Australier John Butler (35) seine bis heute existierende und vor allem durch häufige Besetzungswechsel auffallende Band The John Butler Trio. Aber nicht nur auf der Besetzungscouch herrscht Bewegung im Hause Butler. Denn nachdem das Line-up zuletzt im April des vergangenen Jahres ausgetauscht wurde, begibt sich der ursprünglich in den Bereichen Blues und Folk beheimatete Songschreiber auf seinem inzwischen sechsten Studiowerk „April Uprising“ langsam aber sicher auch musikalisch in andere Fahrwasser.

Dass dies nicht alle Fans der frühen Butler-Alben unbedingt gut finden, konnte man bereits beim Vorgänger „Grand National“ (04/2007) beobachten. Mit „April Uprising“ setzt das John Butler Trio diesen Weg in Richtung gediegener Erwachsenen-Rockmusik allerdings weiter fort. Nichtsdestotrotz haben die Songs des 35-Jährigen ihren typischen Groove nicht verloren, an dem man sie im US-Mainstream-Radio von all den Red Hot Chili Peppers, Jack Johnsons, Dave Matthews und Ben Harpers unterscheiden kann.

Dennoch lässt sich anhand der Vergleiche eine auffallende Krux im Zusammenhang mit der musikalischen Entwicklung des John Butler Trios nicht verhehlen. Denn wo früher innovative Elemente wie z.B. Butlers besonderes Gitarrenspiel und unkonventionelle Kompositionen im Vordergrund standen, rückt nun eine weitgehend rundgelutschte Produktion, aus der nur selten so bemerkenswerte Stücke wie das bluesige „Take me“, das gefühlvolle „Fool for you“, das atmosphärische „Revolution“ oder das mit Reggae-Anleihen versehene „Gonna be a long time“ herausstechen. Das bedeutet nicht, dass das übrige Songmaterial in irgendeiner Weise schlecht wäre (wer sich z.B. nicht von den locker-flockigen Grooves von „One way road“ oder „C’mon now“ anstecken lässt, hat wohl ein echtes Anti-Rhythmus-Problem), nur verliert es sich auf die Dauer von einer Stunde Spielzeit in einer gewissen Austauschbarkeit, die man von John Butler in dieser Form bisher nicht kannte.

Anspieltipps:

  • Take me
  • Mystery man
  • Fool for you
  • One way road
  • I do anything (soldier’s lament)
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