Vanessa Paradis - Best Of - Cover
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Vanessa Paradis Best Of


  • Label: Barclay/UNIVERSAL
  • Laufzeit: 120 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
6.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Vanessa Paradis (37) wird in Deutschland für ihren Singlehit „Joe Le Taxi“ aus dem Jahr 1988 gemeinhin als hübsch anzuschauendes One-Hit-Wonder wahrgenommen – und das war‘s dann (leider) auch schon. Dabei kann die Französin in ihrer Heimat auf mehr als nur einen Hit und darüber hinaus auf vielfältige Talente als Schauspielerin (u.a. „Die Frau auf der Brücke“), Model (Chanel) und, ähem, Lebensgefährtin von Kult-Schauspieler Johnny Depp verweisen. Damit zählt sie genauso zum französischen Kulturgut wie Serge Gainsbourg, Edith Piaf, Jean Michel Jarre, Gilber Becaud oder Johnny Hallyday.

Nach insgesamt acht Albumveröffentlichungen (darunter drei Live-CDs) seit ihrem 1988er Debüt „Marilyn Et John“ erschien im November 2009 in Frankreich und der Schweiz das erste „Best Of“-Werk der Sängerin, das nun auch offiziell auf den hiesigen Markt kommt. Das Interessante daran: Auf dem Doppelalbum befinden sich nicht nur die zahlreichen Singleauskopplungen aus 22 Karrierejahren, sondern auch neue Songs, Raritäten, exklusive Akustikversionen und persönliche Favoriten der kleinen Französin, wodurch diese „Best Of“-Veröffentlichung auch für Fans und Besitzer der bisherigen Vanessa-Paradis-Alben einen Wert hat.

Mit 34 Tracks ist das Doppelalbum randvoll mit allem was das Herz begehrt. Die erste CD wird von der neuen, recht unauffälligen Single „Il y a“ angeführt, gefolgt von einer Auswahl der bekanntesten Lieder aus den bisherigen vier Studioalben. Darunter sind frühe Titel wie „Joe le taxi“, „Marilyn & John“ und „Maxou“, dann natürlich Songs aus der Lenny-Kravitz-Phase („Sunday mondays“, „Be my baby“, „Just as long as you are there” und „Natural high“) und von ihrem bisher letzten Album „Divine Idylle“ (2007) („L’incendie“, „Dès que j’te vois“).

Spannend wird es dann auf Silberling Nummer zwei. Hier werden Titel wie „Varvara Pavlovna“ (ursprünglich die B-Seite von „Joe le taxi“), Duette mit Jane Birkin („La ballade de Johnny Jane“), -M- („La déclaration d’amour“) und Alain Souchon („Les filles électriques“) sowie drei unveröffentlichte Songs (zwei exklusive Akustikversionen von „Marilyn & John“ und „Scarabée“ plus eine Neuaufnahme von Cole Porters „I love Paris“) feilgeboten. Eben jene Raritäten und alternativen Versionen sind dann auch der wesentlich prächtigere Teil dieser Songsammlung, die nochmals unterstreicht, dass auch – wie man wohl eingestehen muss – unterdurchschnittliche Sängerinnen wie Vanessa Paradis mit viel Charme und guten Kompositionen für angenehme Unterhaltung sorgen können.

Anspieltipps:

  • Maxou
  • Jackadi
  • I love Paris
  • Natural high
  • Dans mon café
  • Sunday mondays
  • I wouldn’t dare
  • Les filles électriques

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