Sheri - First Sign - Cover
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Sheri First Sign


  • Label: Neo/Sony Music
  • Laufzeit: 45 Minuten
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4/10 Unsere Wertung Legende
7.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Dass unsere schwedischen Nachbarn ein besonderes Händchen für eingängige Pop- und Rockmusik besitzen, wissen wir mindestens seit den großen Erfolgen von ABBA in den 70er Jahren. Seitdem starten immer wieder Schweden-Exporte weltweit durch, sei es aufgrund dem Mitwirken schwedischer Songwriter wie Jörgen Elofsson (u.a. Kelly Clarkson, Westlife, Celine Dion) und Andreas Carlsson (u.a. Britney Spears, Bon Jovi, Meat Loaf) oder den Künsten schwedischer Musiker wie The Hellacopters, Roxette, The Cardigans oder Eskobar – um vier recht unterschiedliche Gewächse aus dem hohen Norden zu nennen.

Mit der 24jährigen Sheri aus Enköping könnte ein weiterer Name die Ruhmeshallen der schwedischen Popmusik beehren. Die dunkelhäutige Schönheit schrieb bereits im Alter von neun Jahren Texte und mit 15 unterschrieb sie ihren ersten Plattenvertrag. Im vergangenen Jahr enterte die Sängerin mit dem Song „U good me good“ das erste Mal die schwedischen Single-Charts auf Platz 2 und legt nun mit „First Sign“ ihren ersten Longplayer vor, an dem u.a. der amerikanische Songwriter und Produzent Matthew „Jack Splash“ Kahane (Alicia Keys, John Legend, Jamie Foxx) sowie ihre beiden Landsmänner Jörgen Elofsson und Andreas Carlsson eifrig mitgearbeitet haben.

Das Team um Sheri hat sich hörbar Mühe gegeben, um keinen Klon bereits etablierter Sängerinnen zu züchten. Sheri will keine zweite Lady Gaga oder Rihanna sein, auch wenn ihr die Erfolge der Kolleginnen sicher gut schmecken würden. Mit ihrem Sound ist sie schließlich nicht ganz so weit von der internationalen Konkurrenz entfernt. Sie serviert tanzbare Popmusik („Let’s talk“) mit R&B-Einschlag („Stop it“), fetten Beats („911“) und durchaus eingängigen Melodien („First sign“), kann dabei aber keinen richtigen Smasher platzieren.

In Ansätzen können Stücke wie „Hit and run“ oder „First sign“ zwar überzeugen, doch unterm Strich kratzen die Songs nur an der Oberfläche des Machbaren. Da klingt selbst die stampfende (!!) Coverversion von Sades „Smooth operator“ wenig spannend und macht die Crux dieses Albums deutlich: Sheris Songs sind einfach zu brav und – leider – zu durchschnittlich, um mit der internationalen Konkurrenz mitzuhalten. Dabei ist die Produktion – wie gesagt – auf eben diesem Standard. Doch wenn das Album mit „1000 nights” schon mit einem echten Rohrkrepierer eröffnet wird, spricht dies Bände dafür, dass für die junge Künstlerin noch einiges an Lehrgeld fällig wird.

Anspieltipps:

  • Stop it
  • First sign
  • Hit and run

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