Brant Bjork - Gods & Goddesses - Cover
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Brant Bjork Gods & Goddesses


  • Label: Low Desert Punk/CARGO
  • Laufzeit: 32 Minuten
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7/10 Unsere Wertung Legende
5.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Konstanten sind entweder schrecklich fad oder absolut knorke. Je nach Gusto. Brant Bjork zum Beispiel hat ja eine ganze Szene mit bluesig stonedtem laid-back Rock versorgt, nachdem er des Drumens, in der Reihenfolge, bei Kyuss, Fu Manchu und Mondo Generator irgendwann überdrüssig wurde. Und auch wenn die von ihm weniger hingerissenen beständig meinen, dass alles von ihm gleich klänge, besticht sein frühes Solowerk doch mit deutlich mehr Verve, Esprit und Kreativitätscharme, als die letzten Ergüsse.

Aber nach zwei, drei relativ lahmeren Platten zeigt „Gods And Godesses“ nun wieder in die richtige Richtung. Einzig neuartig ist dabei eine überraschend saubere und professionelle Produktion, sehr ungewohnt für den Underground- und Lo-Fi-Mucker; der Rest ist good ol’ Brant – wer die Plattitüden braucht – nur wieder mit gutem, statt schlechtem weed. „Dirty Bird“ kennt bluesigen Soul, zusätzlich zum gewohnten Gitarrengegniedel. „The Future Rock (We Got It)“ erinnert bevor die Stringenz im Verlauf nachlässt, eingangs fasst ein wenig an frühere Stoner-Höhepunkte seines musikalischen Schaffens, wie „The Low Desert Punk“ auf „Jalamanta“, mit seinem tighten Riff und unwiderstehlich treibendem Beat. „Radio Mecca“ huldigt in Solis wie üblich dem Wah-Wah-Pedal, „Good Time Bonnie“ will alles zerstampfen, aber versandet, bevor mit „Porto“ und seiner Verspieltheit und „Somewhere Some Woman“ mit seiner gelungenen Sphärik die beiden überzeugendsten Stücke und ein wirklich schöner Abschluss aufwartet.

Brant Bjork neuntes Studioalbum zündelt besser als zuletzt, wenn es erfolgreich ohne Bäume auszureißen Soul-, Blues-, Stoner- und Roots-Rock in gekonnter Lässigkeit und Coolness vermengt. Dennoch wäre ein neues sideproject, wie das tolle Ché oder zuletzt Ten East, nicht unerfrischend. Einfach der Abwechslung halber. Damit man wieder weiß, was einem die Konstante wert ist.

Anspieltipps:

  • Somewhere Some Woman
  • Porto
  • The Future Rock (We Got It)

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