Eternal Tango - Welcome To The Golden City - Cover
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Eternal Tango Welcome To The Golden City


  • Label: Golden Fox Records
  • Laufzeit: 33 Minuten
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7.5/10 Unsere Wertung Legende
5.7/10 Leserwertung Stimme ab!

2½ Jahre nach ihrem Debüt-Longplayer „First Round At The Sissi Cafe” (11/2007) meldet sich die Luxemburger Band Eternal Tango mit ihrem Zweitwerk „Welcome To The Golden City“ auf der Bildfläche zurück. In der zurückliegenden Zeit hat der Fünfer annähernd 300 Konzerte gespielt und sich dabei unweigerlich weiterentwickelt. Denn was die Herren David Moreira (Gesang), Joe Koener (Gitarre), David Schmit (Gitarre), Tom Gatti (Bass) und Pit Romersa (Drums) auf ihrem Debüt zu bieten hatten, klang nach durchschnittlicher Rockmusik mit großem Emo-Faktor, die zudem unter einem mageren Sound litt.

Obwohl schon der eine oder andere Major bei Eternal Tango angeklopft haben soll, sind die Luxemburger dem Indie-Vertriebsweg treugeblieben. Geändert haben sich dagegen die Rahmenbedingungen. Das neue Album wurde von Ted Jensen in den New Yorker Sterling Sound Studio gemastert und von Produzent Markus Schlichtherle (u.a. Juli, Madsen, Radiopilot). Damit hat die seit 2002 existierende Band zumindest in Sachen Studiotechnik einen satten Schritt nach vorne gemacht.

Doch auch das Songwriting hat sich verbessert und eine gute Portion Individualität zugelegt. Der Emo-Anteil wurde deutlich zurückgefahren und gegen eine Art Power-Rock ausgetauscht. Und auch wenn hier und da noch ein paar kleinere Post-Hardcore-Sprengseln zu hören sind, tauschen die hörbar poppiger gewordenen Eternal Tango ehemalige Querverweise wie Underoath, Taking Back Sunday und Fall Out Boy gegen die neuen musikalischen Koordinaten Panic At The Dicsco, Billy Talent und Paramore aus.

Was nach dem Hörgenuss des Debüts noch unvorstellbar schien, wird mit „Welcome To The Golden City“ wahr: Eternal Tango legen ein knackiges Rockalbum vor, dass nur so vor Energie und Spielfreude strotzt und auch noch einen amtlichen Dicke-Hose-Sound aufweisen kann. Da verwundert es absolut nicht, dass gewisse Majorlabels ein Auge auf die Luxemburger geworfen haben. Denn der Emo-Power-Rock der fünf Jungs aus dem Süden des Großherzogtums dürfte besonders bei jüngeren Hörern hervorragend ankommen und für wild feierende Konzertbesucher sorgen.

Anspieltipps:

  • Slow down
  • Be a S.T.A.R.
  • Touch the end
  • The vicious five
  • The golden city

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