Lightning Swords Of Death - The Extra Dimensional Wounds - Cover
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Lightning Swords Of Death The Extra Dimensional Wounds


  • Label: Metal Blade/Sony Music
  • Laufzeit: 44 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
5.5/10 Leserwertung Stimme ab!

Freunde atmosphärischen Black Metals bekamen mit „Ylem“ (01/2010) der Landshuter Dark Fortress dieses Jahr gleich zu Beginn einen hervorragenden Beweis geliefert, dass das Genre noch einige Überraschungen zu bieten und grandiose Platten hervorzubringen hat. Die Amerikaner Autarch (Gesang), Roskva (Gitarre), Menno (Bass) und M.Vega (Schlagzeug) alias Lightning Swords Of Death wollen nun nach ihrem Erstling „The golden plague“ von 2007, der den vier Herrschaften in den Vereinigten Staaten einen respektablen Erfolg einfahren ließ, mit ihrem zweitem Longplayer „The extra dimensional wound“ einen ähnlich genialen Brocken unter die Metalmeute bringen, welcher die Fanbase stärken und nicht nur PSP-Spieler (LSOD steuerten zum Spiel „Undead knights“ den einen oder anderen Song bei) oder Filmegucker (im Mysterythriller „Stepfather“ taucht die Truppe im Soundtrack auf) auf den schwarzmetallischen Import aufmerksam machen soll.

Ohne lange zu fackeln geht es im titelgebenden Opener dann auch gleich zur Sache und Lightning Swords Of Death wetzen die Gitarren, kreischen heiser ins Mikro und prügeln dem Hörer in norwegisch gekleidetem Setting die Seele aus dem Leib. In wuchtigem Midtempo geerdet und mit unheilvollem Donnergrollen von Drummer Vega unterstützt knallen anschließend „Nihilistic stench“ und „Invoke the desolate one“ aus den Tiefen nordischer Botanik in die Gehörgänge, während „Zwartgallig“ als zweiminütiges Instrumental dunkle Schatten wirft um den „Damnation pentastrike“ gebührend einzuläuten, der allerdings wie „Venter of the black beast“ und „Vorticating into scars“ keine großen Neuerungen, prägnante Anhaltspunkte oder Ideen präsentiert, sondern lediglich dezentes Spiel mit dem Tempo offenbart und so den genretypischen Wechsel zwischen Morastlauf und Knüppelorgie zelebriert.

Dieser etwas spannungsarme Ablauf schmälert den eigentlich technisch gefestigten und dunklen Gesamteindruck von „The extra dimensional wound“, was ein weiteres Mal im zerfahrenen Abschluss „Paths to chaos“ in beinahe zwölf Minuten ausgiebig zur Schau gestellt wird. Die „Lichtschwerter des Todes“ haben somit kein ausgesprochen abwechslungsreiches Album vorgelegt, sondern bedienen vorrangig die Genrekonventionen, die allerdings auf einem starken Fundament einzementiert wurden und Fans von auf Durchzug schaltendem Black Metal ans Herz gelegt werden können. Bei der Inneneinrichtung könnten sich die vier Herrschaften beim dritten Anlauf aber gerne etwas mehr Mühe geben.

Anspieltipps:

  • Vorticating Into Scars
  • Invoke The Desolate One

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