Lars & The Hands Of Light - The Looking Glass - Cover
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Lars & The Hands Of Light The Looking Glass


  • Label: Crunchy Frog/CARGO
  • Laufzeit: 36 Minuten
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6/10 Unsere Wertung Legende
4.4/10 Leserwertung Stimme ab!

Für das Weichei in uns: Die dänischen Debütanten Lars And The Hands Of Lights und ihr schüchterner Indie-Pop. Genau das richtige für Zartbesaitete im zart erblühenden Frühling.

Lars Vognstrup steht der Kombo vor, war eine Weile DJ in Los Angeles, kehrte nach Kopenhagen zurück und zupft und zapft mit Schwester Line Vognstrup, Peter Leth, ehemals Junior Senior, und Thomas Stück ganz passable leichte Melodien für den leichten Fahrtwind. Die Single „Me Me Me“ weiß dabei besonders mit Schunkelbeat, elegetischen Zeilen und Indie-Gitarren-Akkorden zu gefallen. Im Folgenden verblasst der feinsträhnige Charme etwas ins Plätscherhafte, gewinnt mit „Multicolored“ hübsch zweistimmigen drive und bringt der spätere Werksteil gekonnte Exotismen wie Panflöteneinbau in seichtesten genuin westlichen Indie-Pop („Keep My Feet Tagging Along“).

Angesichts des derzeitigen Plagiatsvorwurfsfieber mag mancher sogar beim Titeltrack eine melodiöse Artverwandtschaftsnähe zu einem gewissen, sehr erfolgreichen 80er-Jahre-Hit ausmachen. Aber man könnte auch einfach so leicht und locker bleiben wie die vier Dänen und die Dollar-Zeichen-Kontaktlinsen aus den Augen nehmen und feststellen: Nähe ist nicht gleich Plagiat. Gebremste Beat-Struktur und wiegeliedähnlicher Singsang („Face Your Lover“, „Christmas Comatose“) schunkeln zum Abschluss vollends in träumerische Anti-Konflikt-Zonen.

Eine Frühlingsscheibe mit der man nichts falsch machen kann, außer es verlangt nach ein wenig Reibung in einem. Netter, wenn auch austauschbarer Indie-Pop mit hohem Melodie- und Schunkelfaktor.

Anspieltipps:

  • Me Me Me
  • Multicolored
  • Keep My Feet Tagging Along

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  • 2017    
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